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That's Publishing - Weblog von Bernd Pitz


8. September 2014

Neue “Stiftung Medienqualität Schweiz” will die Qualität der Schweizer Medien messen

Ist journalistische Qualität messbar? Sogar über verscheidenene Gattungen hinweg vergleichbar. Darüber streiten seit Anfang der 90er Jahre Wissenschaftler und Praktiker aus Redaktionen und Verlagen. Meist bleibt’s beim Schulterzucken und dem Hinweis auf das oft missbrauchte Zitat von Prof. Stephan Russ-Mohl (“den Pudding an die Wand nageln”). In der Schweiz geht man jetzt einen nächsten Schritt: Eine neue Stiftung “Medienqualität Schweiz” will die Qualität der Schweizer Medien messen.
Logo Stiftung Medienqualität Schweiz

Die Qualität der Medien wird anhand wissenschaftlicher Methoden erhoben, heißt es auf der Website der Stiftung. “Die Analyse und Bewertung erfolgt auf drei Ebenen:

  • Die Qualitätsstrukturen und die organisatorische Qualitätssicherung der Medienhäuser
  • Die Berichterstattungsqualität des redaktionellen Angebots der Informationsmedien
  • Die Qualitätswahrnehmung bei wichtigen Stakeholdern und bei der Bevölkerung.”

Das Rating wird durch die Hochschul-Institute erstellt:

Institut für Angewandte Medienwissenschaft an der ZHAW Winterthur (Vinzenz Wyss), fög – Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft / Universität Zürich (Mark Eisenegger) und Departement für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung an der Universität Fribourg (Diana Ingenhoff).

Das Medienrating soll im Frühjahr 2016 veröffentlich werden. Die Erhebung der Daten findet 2015 statt.

22. Juli 2014

Nicht in Unterhosen zum anständigen Buchhändler

Wenn’s um “Shades of Grey” von E. L. James oder “Feuchtgebiete” von Charlotte Ropche ging, da waren die Buchhändler (mal von Weltbild abgesehen) gar nicht prüde. Aber wenn’s um ein Sachbuch geht, dann sind sie’s scheinbar doch. Beim Anblick einer leeren Männerunterhose mit leichter Ausbeulung auf dem Buchcover waren die Buchhändler, schlicht “schockiert”, wie der Harvard Business manager genüßlich beschreibt. Dabei wollte die deutsche Tochter von Wiley nur das Buch des Autors Scott Berkun über seinen Job beim WordPress-Anbieter Automattic passend zum Titel “Mein Jahr ohne Hosen” illustrieren – was übrigens in den angeblich so prüden USA überhaupt kein Thema war.

Ohne Hosen Wiley Verlag

Aber der Verlag hatte die Rechnung ohne die Buchhändler gemacht: “Doch als die Verlagsvorschau verschickt war und die Vertreter in den Buchhandlungen vorsprachen, hagelte es Kritik an der Covergestaltung: ‘Die Buchhändler fanden den Titel unanständig’, berichtet Katja Tenkoul aus dem Marketing des Verlags. Das Unterhosenmotiv und die Zeile ‘Arbeiten für das Unternehmen von morgen’, so hätten sie moniert, stünden in keinem Zusammenhang mit dem Inhalt des Buches. ‘Das war ein richtiger kleiner Aufstand.’ “, schreibt Britta Domke im Blog des Harvard Business manager”.

Kleiner aufstand, große Wirkung: Der Verlag blieb mutig bei der Titelgrafik, legt aber eine Banderole (Schutzhülle!) mit einer abgebildeten Jeans über die so skandalöse leere Unterhose …

Ach ja, damit das nicht zu kurz kommt: “Scott Berkun hat ein Jahr lang ein virtuelles, innovatives Team bei Automattic geleitet und dabei eine Arbeitswelt kennengelernt, die seinen bisherigen Erfahrungen völlig widersprach. In “Mein Jahr ohne Hosen” schildert er dieses spannende Experiment.”, heißt es im Klappentext des Verlages.

12. Juli 2014

Bain-Studie: Wo digitale und physische Geschäftsmodelle zusammenwachsen

Wenn’s um Innovation und Geschäftsmodelle gehet, sind wir jetzt um ein Schlagwort weiter: “Die Zukunft der Wirtschaft ist nicht digital, sondern ‘digical'”, schreibt die Unternehmensberatung Bain & Company als Fazit ihrer Studie „Leading a Digical Transformation“. Denn: Digitale und physische (physical) Geschäftsmodelle wachsen zusammen und zwingen Unternehmen in nahezu allen Branchen in den nächsten zehn Jahren zu weitreichenden Veränderungen. Die Analyse erläutert anhand zahlreicher Beispiele von Pionieren der „Digicalisierung“ die Chancen und Marktpotenziale einer vernetzten Online- und Offlinewelt.Weitere wichtige Ergebnisse des internationalen Beratungshauses:

  • Das Zusammenwachsen digitaler und analoger Geschäftsmodelle verändert bis 2025 nahezu jede Branche von Grund auf
  • Noch stehen fast 80 Prozent der Unternehmen am Anfang einer unausweichlichen, tief greifenden Transformation
  • In immer mehr Branchen drohen digitale Geschäftsmodelle ihre analogen Vorgänger vom Markt zu drängen.

Bain hat für seine Analyse die Entwicklung von rund 300 Unternehmen aus verschiedenen Branchen analysiert und zahlreiche Interviews mit Führungskräften geführt – und kommt zu einem anderen Ergebnis: Die Zukunft ist digical! Erfolgreiche Unternehmen nutzen digitale Ansätze, um ihre physischen Geschäftsmodelle weiterzuentwickeln, und schafften so eine gute Basis für ein anhaltend profitables Wachstum in den kommenden Jahren, so die Pressemitteilung. “Wir stehen erst am Anfang”, wird Bain-Deutschlandchef Walter Sinn zitiert. “Noch hat die Digitalisierung nur wenige Branchen wie die Medien oder die Telekommunikation mit voller Wucht erfasst. Aber in zehn Jahren wird die Welt ganz anders aussehen.” Ob Automobil- oder Pharmaindustrie, ob Finanzdienstleister oder Maschinenbau – überall zwingten neue Technologien und ein verändertes Kundenverhalten Unternehmen zum Handeln.

Bain-Studie: Digicaler-Wandel

 

Ein Trend befeuere dieseTransformation unaufhaltsam: das “Internet der Dinge”, die Möglichkeit, alle Arten von Geräten miteinander zu vernetzen. Durch die Integration dieser Technologien können Hersteller ihr analoges Angebot verbessern und den Kundennutzen steigern. Angesichts der Vorteile für den Kunden und seine Bedürfnisse werden sich umgekehrt aber auch viele, bislang rein digitale Geschäftsmodelle für die analoge Welt öffnen. Erste E-Commerce-Anbieter gingen bereits diesen Weg und präsentieren ihr Sortiment in stationären Einkaufsstätten. Resignation ist daher laut Bain nicht angebracht: “Viele etablierte Industrieunternehmen und Dienstleister haben derzeit das Gefühl, im Zuge des rasanten technologischen Wandels ins Hintertreffen zu geraten”, so Sinn in der Pressemitteilung. “Sie übersehen dabei die Stärken und das Potenzial ihres Kerngeschäfts. Dieses allerdings müssen sie konsequent weiterentwickeln und gleichzeitig die neuen technischen Möglichkeiten integrieren.”

Die Bain-Studie (Englisch, Download PDF) erläutert, wie es Unternehmen gelingen kann, eigene Digical-Geschäftsstrategien zu entwickeln. Am Beginn steht die Analyse der eigenen Branche und der Beantwortung der Frage, wie schnell und wie stark es hier zu Veränderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette kommen wird. Selbst in bereits weitgehend digitalisierten Branchen wie der Musikindustrie sind wichtige Teile dieser Kette, beispielsweise das Konzert- und Lizenzgeschäft, weitgehend unverändert geblieben, so die Studie von Bain & Company. Der Umbruch habe hier vor allem den Verkauf von Musiktiteln an Endkunden betroffen. Wer dann die besonders gefährdeten Teile seiner Wertschöpfungskette identifiziert habe, der könne eine passende Strategie erarbeiten. Für die meisten Unternehmen gibt es dabei noch viel zu tun. So hat die Bain-Analyse der rund 300 Unternehmen ergeben, dass sich diese zwar durchgängig der bevorstehenden Umwälzungen bewusst sind, fast 80 Prozent aber bei der Anpassung ihres Geschäftsmodells noch am Anfang stehen. Typischerweise durchlaufen Unternehmen danach drei Phasen – vom Anfänger bis hin zum Experten – und schaffen es dann Schritt für Schritt, vom Getriebenen zum Treiber der “Digicalisierung” zu werden

Nächste-Schritte Digicaler Wandel Bain-Studie

 

Eine besondere Herausforderung auf diesem Weg ist die Festlegung der Veränderungsgeschwindigkeit. “Die Unternehmen wollen natürlich rasche Fortschritte erzielen”, erläutert der deutsche Bain-Chef Walter Sinn. “Doch am Ende entscheidet der Kunde über den richtigen Zeitpunkt für den Einsatz neuer Technologien.” Teilweise sei es sinnvoll, Innovationen vorsichtig am Markt einzuführen. So praktiziere es etwa die Automobilindustrie: Innovationsführer wie Audi und Mercedes-Benz hätten Technologien rund um das fahrerlose Auto bereits weit vorangetrieben, doch das Gros der Kunden vertraue noch mehr auf die eigenen Fahrkünste. Die Integration digitaler Technologien in ein physisches Produkt wie ein Auto verdeutliche, was der Begriff “digical” im Kern bedeute, so Bain: die Verschmelzung zweier Welten. Noch stelle sich nur eine Minderheit der Unternehmen konsequent diesem Paradigmenwechsel. Bain-Deutschlandchef Sinn mahnt indes mit Studie und Pressemitteilung zur Eile.”Die Zukunft ist ohne Frage digical. Wenn Unternehmen das realisieren und ihr Geschäftsmodell weiterentwickeln, müssen sie den Wettbewerb der Zukunft nicht scheuen. Jetzt aber gilt es zu handeln und eine umfassende Transformation anzugehen.”

3. September 2013

Zum Jubiläum: Burda launcht Xing-Magazin “spielraum”

Zum 10-jährigen Bestehen bringt das Business-Netzwerk Xing mit Unterstützung des Großaktionärs Burda ein eigenes Print-Magazin an den Kiosk. “spielraum” erscheinnt am 28. November als 100 Seiten starkes Magazin im Handel und als digitale ePaper-App. Das ePaper ist für die 800 000 zahlenden Premiummitglieder kostenlos.Entwickelt und umgesetzt wird das Xing-Magazin zum Themenfeld Arbeitswelt von morgen“ von der neu gegründeten BurdaCreative Hamburg, so eine Pressemitteilung von Hubert Burda Medien.

Burda schreibt zum redaktionellen Konzept des Xing-Magazins: “Hintergrund sind die revolutionären Veränderungen in Arbeits- und Lebenswelt, die zum Teil technologisch, vor allem aber gesellschaftlich bedingt sind. Unter dem Motto ‘Besser leben, anders arbeiten’ führt und begleitet spielraum die Leser durch den Wandel – nicht als Karriereratgeber sondern als Titel, der Chancen und Herausforderungen, ganz besonders aber ein neues Lebensgefühl auf den Punkt bringt. Anspruch von spielraum ist es, ein Magazin für Menschen zu sein, für die erfülltes Leben und berufliche Entwicklung sich nicht ausschließen, und die sich fragen, wie sie aus den beschriebenen Veränderungen das Beste für sich machen können.”

Marc-Sven Kopka, Vice President Corporate Communications Xing AG kommentiert: “Die Arbeitswelt verändert sich radikal. Als berufliches Netzwerk ist Xing hier gleichermaßen Akteur und Wegbegleiter. Mit spielraum wollen wir dem Wandel ein Gesicht geben und die Chancen aufzeigen, die er für den Einzelnen mit sich bringt. Übrigens bewusst im gedruckten und digitalen Magazinformat, über das sich diese neue Lebenswelt journalistisch in Text und Bild exzellent darstellen lässt.”

Die hundertseitige Zeitschrift soll zunächst einmalig zum Jubiläum von Xing als Pilotausgabe erscheinen und wird im Bahnhofs- und Flughafenbuchhandel sowie bei ausgewählten Presseeinzelhändlern bundesweit verkauft. Über eine ePaper-App gibt es das Heft digital zum kostenpflichtigen Download.

Die Premium-Mitglieder von Xing erhalten das Magazin als digitale ePaper-App kostenfrei. Xing-CEO Klaus Vollmoeller hat bereits mehrfach eine Stärkung des Bereichs für zahlende Mitglieder, der jetzt “Premium Cub” heißt, angekündigt. Laut Quartalsbericht für das 2. Quartal 2013 ist der Premium Club mit über 800 000 Premium-Mitgliedern der särkste Umsatzbringer bei Xing, trotz des enormen Wachstums bei den Recruiting-Angeboten: im zweiten Quartal waren es 13,7 von insgesamt 20,9 Mio. EUR.

Für BurdaCreative Hamburg ist das Projekt der Burda-Beteiligung Xing wenige Wochen nach dem Start der erste Neukunden. Karsten Krämer, Geschäftsführer BurdaCreative Hamburg schreibt in der Pressemitteilung: “Die Erde ist keine Scheibe und Karriere keine Leiter mehr – das ist nicht nur das Stimmungsbild der Generation Y. spielraum steht für ein zeitgemäßes Lebensgefühl und bietet unkonventionelle Perspektiven darauf, wie wir künftig arbeiten und leben werden. Wir sind stolz darauf, dieses ambitionierte journalistische Projekt für Xing umzusetzen.”

29. Juli 2013

Facebook & Co.: Zwei Drittel der Internetnutzer sind aktiv dabei

Drei von vier Internetnutzer (78 Prozent) in Deutschland haben mindestens bei einem sozialen Netzwerk ein Profil, zwei Drittel (67 Prozent) nutzen soziale Netzwerke aktiv. Das entspricht knapp 37 Millionen Deutschen, so das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von Bitkom Research im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom, das heute veröffentlicht wurde.

Soziale Netzwerke werden gerade für die älteren Menschen zu interessanten Plattformen. Gut zwei Drittel aller Internetnutzer zwischen 50 und 64 Jahren (68 Prozent) sind bei mindestens einem der Dienste angemeldet. 2011 waren es erst 60 Prozent, so die Bitkom Bei den über 65-jährigen Internetnutzern ist der Anstieg noch größer. Vor zwei Jahren waren 40 Prozent von ihnen bei sozialen Netzwerken angemeldet. In diesem Jahr sind es bereits 66 Prozent. Insgesamt haben

“In den jüngeren Altersklassen ist die Nutzung auf hohem Niveau weiter leicht gewachsen”, so die Pressemitteilung der Bitkom. So seien jetzt 76 Prozent der 30- bis 49-jährigen Internetnutzer bei einem sozialen Netzwerk registriert. 2011 waren es 72 Prozent. Bei den 14- bis 29-Jährigen Internetnutzern sind es 9 von 10. “Die digitale Kluft zwischen den Generationen nimmt in Sozialen Netzwerken deutlich ab”, sagte laut Pressemitteilung der Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf. “Soziale Netzwerke sind über alle Alters- und Themengrenzen hinweg zu einer relevanten Kommunikationsplattform geworden.” Zwischen den Geschlechtern gebe es bei der Nutzung keine Unterschiede: 78 Prozent der männlichen Internetnutzer sind bei mindestens einem sozialen Netzwerk angemeldet. Bei den Frauen sind es 77 Prozent.

Bitkom: Social Media NUtzung in Deutschland

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im rechnerischen Durchschnitt ist jeder Internetnutzer bei 2,5 sozialen Netzwerken angemeldet. Am häufigsten nutzen Schüler und Studenten diese Dienste. Knapp 93 Prozent dieser jüngeren Internetnutzer sind bei mindestens einem Netzwerk angemeldet. Unter den Erwerbstätigen sind Freiberufler und Selbstständige am häufigsten bei sozialen Netzwerken registriert. 84 Prozent von ihnen haben ein Profil bei einem der Dienste. Bei den Angestellten, die das Internet nutzen, sind es 77 Prozent. Beamte sind dagegen seltener in sozialen Netzwerken anzutreffen. 70 Prozent von Ihnen sind bei entsprechenden Diensten angemeldet, bei den Arbeitern sind es mit 68 Prozent kaum weniger.

Zur Methodik der Bitkom-Studie, die heute veröffentlicht wurde: Für die Angaben zur Nutzung von Social Media wurden 1.016 Internetnutzer ab 14 Jahren befragt. Alle Angaben sind repräsentativ, so die Bitkom.

16. Juli 2013

Die kreative Stellenanzeige

Die Stellenanzeigen von Verlagen sind ja eher selten kreativ und aussagekräftig. Meist wird auch der oder die kreative eierlegnede Wollmilchsau mit zig Jahren Erfahrung, kreativ, mit Lust auf Neues und gültigem Führerschein. Heute überraschte der BILD-Chefredakteur Kai Diekmann mit einer wirklich kreativen Stellenanzeige via Twitter:

 
Im Text der Anzeige geht es dann ungewöhnlich weiter. Gesucht werden “Visionäre, Macher und Medien-Revolutionäre”, egal ob mit Abitur und Studium oder zig Jahren Berufserfahrung: “Axel Springer legt Wert auf Chancengleichheit – deshalb ist es uns egal, wo Du herkommst, wie Du aussiehst und wie Du tickst. Sei Du und schreib mit uns Mediengeschichte!”

Kreative Stellenanzeige von BILD

6. November 2012

Recruiting-Studie: Jeder dritte Personaler sucht in Social Media

Fast jeder dritte Personalentscheider in Deutschland nutzt Social Media, um neue Mitarbeiter zu finden, so eine von Xing in Auftrag gegebene repräsentative Forsa-Studie, die das Business-Netzwerk heute veröffentlicht hat. Im Umkehrschluss: Zwei Drittel der Personalentscheider halten (noch?) nichts von Recruiting via Xing & Co. und setzen lieber auf klassische Stellenanzeigen & Co?

Xing ist demnach die mit Abstand am häufigsten genutzte Plattform, so die Pressemitteilung. Unter den Personalern, die Social Media nutzten, erzielte XING bei der Frage, über welche Plattform man in Deutschland am besten Kandidaten finde, mit großem Abstand einen Spitzenplatz. Hier erreiche der deutsche Marktführer 42 Prozent, während alle anderen Plattformen jeweils von weniger als zehn Prozent genannt wurden.

Infografik Studie forsa September 2012 XING

 

Die Forsa-Umfrage zeige auch, so die Pressemitteilung, , dass der Einsatz von Social Media zur Direktsuche und Ansprache von Kandidaten Kosten für die Beauftragung von Personalberatungen reduziert. Personalberater waren lange Zeit die größten Nutznießer von Xing, für nur wenige Euro im Jahr stand ihnen eine stets aktuelle Fachkräftedatenbank zur Verfügung… Jetzt gab jeder dritte befragte Personalentscheider an, dass in seinem Unternehmen weniger Budget für Personalberater ausgegeben wird als vorher. Wenn es um die Suche nach Berufseinsteigern geht, spart sogar die Hälfte aller Unternehmen, die Social Media zur Direktsuche und Ansprache nutzen, entsprechende Kosten ein. Bei Fachkräften geben demnach über ein Drittel der Personaler weniger Geld für externe Personaldienstleister aus.

Knapp jeder vierte Personalentscheider sagt, dass in seinem Unternehmen geplant ist, die direkte Personalsuche und Kandidatenansprache künftig stärker einzusetzen. Bei denjenigen, die bereits Soziale Medien zu diesem Zweck nutzen, liege der Anteil sogar bei 59 Prozent. Die befragten Personalverantwortlichen versprechen sich lauft Umfrage von einem Ausbau der Direktsuche über Social Media eine bessere Trefferquote (64 Prozent) sowie Zeitersparnis bei der Personalsuche (45 Prozent).
Thomas Vollmoeller, der neue CEO der XING AG: “Der Markt für direkte Personalsuche ist in Deutschland noch in den Kinderschuhen, wächst aber stetig.”

Zur Methodik: An der repräsentativen Umfrage von Forsa im Auftrag von Xing haben im September 201 Personaler aus Unternehmen teilgenommen, die mindestens 50 Mitarbeiter haben.

4. Oktober 2012

Bitkom: E-Books und E-Reader vor dem Durchbruch

Rechtzeitig vor der Frankfurter Buchmesse vermeldet der Hightech-Branchenverband Bitkom: “Der Markt für E-Reader und den entsprechenden Inhalten, allen voran E-Books, steht vor dem Durchbruch”, so BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder in einer Pressemitteilung. “Die Kombination aus preiswerten Geräten und attraktiven Inhalten wird für die Kunden immer interessanter.”

Die Verkaufszahlen von E-Readern in Deutschland explodierten, so der Verband auf Basis von Daten des Marktforschungsinstitutes GfK. Nach den Prognosen der Bitkom werden im Jahr 2012 rund 800.000 E-Reader verkauft. Das entspreche einem Anstieg von 247 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz mit den Geräten steige demnach um 163 Prozent auf 78 Millionen Euro. Laut den Bitkom-Prognosen werde der E-Reader-Markt im Jahr 2013 erneut kräftig zulegen. Danach steige der Absatz in Deutschland im kommenden Jahr voraussichtlich um 78 Prozent auf 1,4 Millionen Stück. Der Umsatz lege um 65 Prozent auf 128,5 Millionen Euro zu.

eReader-Prognosen-bitkom

9. September 2012

Fachbuch wird zum hybriden Medium

Mit einem “hybriden Fachbuch” antwortet die Düsseldorfer Symposion Publishing auf die Frage: Wie wird das Buch der Zukunft aussehen? “Symposion-Neuerscheinungen kommen ab sofort als hybride Fachbücher auf den Markt und machen vom gedruckten Werk aus eine erweiterte digitale Ausgabe zugänglich”, so die Pressemitteilung. Die Idee ist nicht ganz neu, viele Fachbücher werden heute um digitale Angebote im Netz, zugänglich per Code im gedruckten Buch ergänzt. Meistens eher lieblos, da eine Checkliste, dort ein paar Ergänzungen oder Korrekturen und das Marketing-Video. Und ein paar Monate nach Erscheinen kümmert sich kein Mensch mehr darum. Symposion geht das Thema jetzt konsequent an und bietet auf Basis des gedruckten Buches ohne weitere Kosten eine digitale Ausgabe für PC, Mac, iPad und andere Geräte. Zusätzlich sind eine Volltextsuche und ein integriertes Fachlexikon fester Bestandteil der digitalen Ausgabe, so der Verlag. Das Lexikon könne dann sowohl kontextuell – die im Buch verwendeten einschlägigen Fachbegriffe sind farbig markiert und mit Lexikoneinträgen hinterlegt – als auch systematisch genutzt werden.

Symposion Publishing macht aus dem Fachbuch ein hybrides Produkt, das genauso auf Tablets genutzt werden kann

 

 

 

 

 

 

 

 

Trotz der Erweiterungen koste das hybride Fachbuch nicht mehr als ein traditionelles Buch, so Symposion. Weil die Druckausgabe weiterhin die Grundform jeder Publikation bleibe, könne auch der Buchhandel von der zunehmenden Attraktivität digitaler Formate unkompliziert profitieren, schreibt Symposion. Ein großer Teil des Verlagsprogramms stehe bereits jetzt als hybrides Fachbuch zur Verfügung.

Doch das hybride Fachbuch ist hoffentlich nur ein erster Schritt. Amazon-Gründer Jeff Bezos zeigt den Verlagen vergangene Woche mit der Vorstellung der “Kindle Serials”, wo der Weg hingehen kann:

“This is a new way to follow and support your favorite authors. You subscribe (pay once) and then receive all future installments or “episodes” of a book or book series. This enables readers to be able to give feedback to authors while they’re writing”,

schreibt dazu der inoffizielle Amazon- und Kindle-Blog Amazopia. Derzeit bieten acht Autoren/Verlage bereits “Kindle Serials” an. Das wäre dann die nächste Stufe der Fachbuch-Entwicklung: Regelmäßige Updates für die Online-Version, mitgetragen von Autoren und der Fachcommunity.

5. September 2012

Fachpresse: Erste Guided Tour auf der dmexco

Guided Tour des BVDW mit der Fachpresse auf der dmexco

Das digitale Geschäft gewinnt für deutsche Fachmedienhäuser zunehmend an Relevanz. Dies wurde zuletzt auch beim Kongress der Deutschen Fachpresse 2012 in Essen mehr als deutlich. Die Deutsche Fachpresse begleitet ihre Mitgliedsverlage beim Ausbau dieses Geschäftsfeldes und ist erstmals  am 12. und 13. September mit einem eigenen Stand (Halle 8.1, A-058) auf der dmexco, der internationalen Leitmesse für die digitale Wirtschaft in den Bereichen Werbung, Media und Technologie, in Köln präsent. Exklusiv für ihre Mitgliedsverlage in Kooperation mit dem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) am 12. September eine Guided Tour zu ausgewählten Ausstellern über die dmexco an. Ich freue mich, dass ich diese Tour gemeinsam mit  Thomas Schauf vom BVDW leiten darf.

“Wir wollen auf der dmexco Fachmedienpräsenz zeigen, das Leistungsspektrum der Verlage vorstellen und Kontaktpunkt für Besucher aus unseren Mitgliedsunternehmen sein”, erläutert Bernd Adam, Geschäftsführer der Deutschen Fachpresse, die Zielsetzung des diesjährigen Engagements auf der dmexco auf der Website des Verbandes. Unter dem Motto „B2B-Communities“ informiert die Deutsche Fachpresse deshalb auf einem Gemeinschaftsstand in Halle 8.1, A-058 mit media-TREFF und Vogel Business Media während der beiden Messetage über das Angebot von Fachmedienhäusern für werbungtreibende Unternehmen, Agenturen und Vermarkter.

Zugleich unterstützt die Deutsche Fachpresse ihre Mitgliedsverlage dabei, Kontakte zur digitalen Wirtschaft zu knüpfen und zu intensivieren, heißt es auf der Verbands-Website. Dazu bietet sie in Kooperation mit dem BVDW am 12. September von 13:30 bis 14:30 Uhr eine kostenlose Guided Tour an. Die von  Thomas Schauf (BVDW) und mir geleitete Tour „Online-Werbung und E-Mail-Marketing“ führt zu den Ausstellern Business Ad und rabbit eMarketing und endet mit einer Abschlussrunde am Stand der Deutschen Fachpresse.

Die dmexco meldete bereits Mitte August neue Rekorde: mit über 550 Aussteller aus aller Welt und einer neuen Expo-Rekordmarke ist die dmexco 2012 komplett ausverkauft, so der Veranstalter Köln Messe. “Auf über 50.000 Quadratmetern der zwei dmexco-Hallen nutzt die gesamte globale Marketing-, Media- und Technologiebranche die Chance, ihre Produkte und Innovationen für über 20.000 erwartete Fachbesucher erlebbar zu machen”, so die Pressemitteilung.

Ansprechpartnerin für die Anmeldung zur Guided Tour ist Martina Seiring, Telefon 069 / 1306-397, E-Mail seiring(at)deutsche-fachpresse.de. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Plätze werden nach Eingang der Anmeldungen vergeben.

Nachtrag 10.9.12: Die Guided Tour ist ausgebucht.