{"id":430,"date":"2009-11-19T09:24:00","date_gmt":"2009-11-19T07:24:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.selbstverstaendlich.de\/blog\/studie-profile-in-social-networks-sind-ehrlich\/2009\/11\/"},"modified":"2009-11-19T09:24:00","modified_gmt":"2009-11-19T07:24:00","slug":"studie-profile-in-social-networks-sind-ehrlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.selbstverstaendlich.de\/blog\/studie-profile-in-social-networks-sind-ehrlich\/2009\/11\/","title":{"rendered":"Studie: Profile in Social Networks sind &#8222;ehrlich&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Bilden die Profile von Millionen Menschen in Sozialen Netzwerken wie Facebook, Xing oder StudiVZ nur ein gesch\u00f6ntes Idealbild ihrer Eigent\u00fcmer ab? Psychologen der Uni Mainz ziehen in einer Untersuchung ein \u00fcberraschendes Fazit: &#8222;Soziale Netzwerke wie studiVZ\/meinVZ oder Facebook verleihen der eigenen Pers\u00f6nlichkeit Ausdruck und werden nicht genutzt, um eine idealisierte virtuelle Identit\u00e4t zu kreieren.&#8220;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" hspace=\"10\" alt=\"Dr. Mitja Back\" vspace=\"10\" align=\"left\" src=\"https:\/\/www.selbstverstaendlich.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/11\/dr.mitjaback.jpg\" width=\"225\" height=\"299\" \/>Das zeigten neueste Ergebnisse der Psychologen Mitja Back, Juliane Stopfer und Boris Egloff von der Johannes Gutenberg-Universit\u00e4t Mainz (Abteilung Pers\u00f6nlichkeitspsychologie und Diagnostik). &#8222;Die Ergebnisse haben uns selbst \u00fcberrascht, weil sie der weitverbreiteten Meinung widersprechen, dass Online-Profile nur dazu verwendet werden, ein Ideal der eigenen Person zu pr\u00e4sentieren&#8220;, sagt Back laut <a title=\"Pressemitteilung zur Studie Pers\u00f6nlichkeit 2.0: Was offenbaren studiVZ-Profile \u00fcber ihre Besitzer?\" href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news344705\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Pressemitteilung der Universit\u00e4t<\/a>. &#8222;Online-Profile vermitteln tats\u00e4chlich ein sehr genaues Bild der Profilinhaber.&#8220;<\/p>\n<p>In Kooperation mit deutschen und amerikanischen Kollegen untersuchten die Mainzer Psychologen insgesamt 236 deutsche (studiVZ\/meinVZ) und US-amerikanische (Facebook) Nutzerprofile. Mit Frageb\u00f6gen wurden die tats\u00e4chlichen Pers\u00f6nlichkeitseigenschaften der Profilbesitzer sowie ihre idealisierten Selbstbilder (also die Vorstellungen davon, wie sie gerne w\u00e4ren) erhoben. Als Pers\u00f6nlichkeitseigenschaften wurden laut Pressemitteilung die sogenannten &#8222;<a title=\"Wikipedia: Big Five in der Psychologie\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Big_Five_%28Psychologie%29\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Big Five<\/a>&#8220; erfasst: Extraversion, Vertr\u00e4glichkeit, Gewissenhaftigkeit, Neurotizismus und Offenheit f\u00fcr Erfahrungen. Anschlie\u00dfend sahen fremde Beurteiler die Nutzerprofile und gaben ihren Pers\u00f6nlichkeitseindruck an. Die Fremdurteile wurden dann, so die Studie, mit der tats\u00e4chlichen Pers\u00f6nlichkeit sowie dem Selbstideal der Profilbesitzer verglichen. Es zeigte sich dabei f\u00fcr die Forscher sich, dass die spontanen Eindr\u00fccke der fremden Beurteiler mit den tats\u00e4chlichen Eigenschaften der Profilbesitzer \u00fcbereinstimmen und nicht durch deren Selbstidealisierung verf\u00e4lscht werden.<\/p>\n<p>Die Studie best\u00e4tigte laut Autoren den wichtigen Einfluss der Pers\u00f6nlichkeit auf unser allt\u00e4gliches Leben: &#8222;Ob es nun unsere Sprache, unsere Kleidung, unser Verhalten, unsere E-Mail-Adresse, unser B\u00fcro oder Schlafzimmer, unser Musikgeschmack oder unser Online-Profil ist &#8211; \u00fcberall spiegelt sich unsere Pers\u00f6nlichkeit wider&#8220;, so Back. Die aktuellen Ergebnisse sprechen daf\u00fcr, &#8222;dass sich Online-Profile wegen der Vielzahl an pers\u00f6nlichen Informationen und Handlungsoptionen besonders gut eignen, die eigene Pers\u00f6nlichkeit auszudr\u00fccken&#8220;, so die Pressemitteilung der Universit\u00e4t. Die Details der Studie werden in der Fachzeitschrift <a title=\"Psychological Science - A Journal of the Association for Psychological Science (previously the American Psychological Society)\" href=\"http:\/\/www.wiley.com\/bw\/journal.asp?ref=0956-7976\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Psychological Science<\/a> ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>&#8222;Da ist es nicht verwunderlich, dass sich soziale Netzwerke solcher Beliebtheit erfreuen&#8220;, res\u00fcmiert Back. &#8222;Zum einen k\u00f6nnen die Nutzer einander informieren, wer sie sind. Damit kommen sie dem Bed\u00fcrfnis nach, von anderen wahrgenommen zu werden. Zum anderen verlassen sich Nutzer sozialer Netzwerke auf die Informationen, die sie fremden Profilen entnehmen. Das f\u00f6rdert das Vertrauen in solche Online-Netzwerke und beg\u00fcnstigt deren Nutzung f\u00fcr soziale Interaktionen.&#8220;<\/p>\n<p>Derzeit nutzen weltweit mehr als 700 Millionen Menschen Online-Netzwerke zum Kommunizieren und Kontaktekn\u00fcpfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bilden die Profile von Millionen Menschen in Sozialen Netzwerken wie Facebook, Xing oder StudiVZ nur ein gesch\u00f6ntes Idealbild ihrer Eigent\u00fcmer ab? 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