{"id":379,"date":"2009-06-24T16:44:15","date_gmt":"2009-06-24T14:44:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.selbstverstaendlich.de\/blog\/print-unter-druck-konsolidieren-spezialisieren-oder-einfach-sterben\/2009\/06\/"},"modified":"2009-06-24T16:46:55","modified_gmt":"2009-06-24T14:46:55","slug":"print-unter-druck-konsolidieren-spezialisieren-oder-einfach-sterben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.selbstverstaendlich.de\/blog\/print-unter-druck-konsolidieren-spezialisieren-oder-einfach-sterben\/2009\/06\/","title":{"rendered":"&#8222;Print unter Druck&#8220;: Konsolidieren, Spezialisieren oder einfach sterben"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Die Branche steht vor einer Z\u00e4sur. Nach Jahren, die trotz sinkender Auflagen Gewinne brachten, kommen nun viele Unternehmen in ernsthafte Bedr\u00e4ngnis.&#8220; Der Druck auf Zeitungs- und Zeitschriftenverlage, die haupts\u00e4chlich von ihren Print-Erzeugnissen leben, steigt, so die Analyse <a title=\"Deloitte-Studie: Finanziellen Spielraum nutzen\" href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/pm\/60247\/1428362\/deloitte\/rss\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">&#8222;Finanziellen Spielraum aktiv nutzen&#8220; <\/a> der Wirtschaftspr\u00fcfer von <a title=\"Deloitte\" href=\"http:\/\/www.deloitte.com\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Deloitte,<\/a> die heute ver\u00f6ffentlicht wurde. Die Auflagen gingen seit zehn Jahren kontinuierlich zur\u00fcck, der deutsche Werbemarkt sei r\u00fcckl\u00e4ufig: &#8222;Eine Entwicklung, die einerseits in den ver\u00e4nderten Gewohnheiten der Medienkonsumenten, andererseits in der aktuellen Konjunkturschw\u00e4che begr\u00fcndet ist&#8220;, schreiben die Autoren. Die Berater empfehlen den Verlagen: Konsolidierung, Diversifikation, Spezialisierung, Internationalisierung oder gar den &#8222;Gerodneten R\u00fcckzug&#8220; und die  &#8222;Desinvestition&#8220;.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" style=\"WIDTH: 167px; HEIGHT: 236px\" border=\"0\" hspace=\"10\" alt=\"\" vspace=\"10\" align=\"left\" src=\"http:\/\/www.deloitte.com\/dtt\/cda\/img\/content\/DE_TMT_Cover_Zeitschriftenverlage_150609(1).jpg\" \/>Die <a title=\"Download Deloitte-Studie Finanziellen Spielraum aktiv nutzen - Zeitungs- und Zeitschriftenverlage in konvergierenden Medienm\u00e4rkten\" href=\"http:\/\/www.deloitte.com\/dtt\/cda\/doc\/content\/DE_TMT_Studie_Zeitungsverlage_230609%281%29.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Deloitte-Studie &#8222;Finanziellen Spielraum aktiv nutzen &#8211; Zeitungs- und Zeitschriftenverlage in konvergierenden Medienm\u00e4rkten&#8220; (kostenloser Download, PDF, 2,7 MB), <\/a> in der 15 deutsche Verlagsh\u00e4user, 36 internationale b\u00f6rsennotierte Zeitungs- und Zeitschriftenverlage sowie 13 Medienkonglomerate analysiert werden, zeige, so die Autoren: Viele Verlage kommen nun in ernsthafte Bedr\u00e4ngnis.<\/p>\n<p>&#8222;Neben den r\u00fcckg\u00e4ngigen Werbebuchungen zeigt sich die Dramatik besonders deutlich bei den weiter ansteigenden Rabatten. Zus\u00e4tzlich werden die Vertriebserl\u00f6se trotz einzelner Copy-Preiserh\u00f6hungen weiter schrumpfen. Das traditionelle Gesch\u00e4ftsmodell der Verlage ist gef\u00e4hrdet&#8220;, so Klaus B\u00f6hm, Director Media bei Deloitte, laut Pressemitteilung<\/p>\n<p>Ein (noch) vorhandener finanzielle Spielraum lasse den Verlagen jedoch einige Bewegungsfreiheit, um dem Abw\u00e4rtstrend aktiv gegenzusteuern. Deloitte hat hierzu sechs strategische Handlungsoptionen identifiziert: aktive Konsolidierung, Diversifikation, Internationalisierung, Fokussierung auf Nischenm\u00e4rkte, geordneter R\u00fcckzug und Desinvestition.<\/p>\n<p>Mit \u00fcber 150 Transaktionen h\u00e4tten deutsche Verlage zwar in den letzten zwei Jahren viele Initiativen zur Anpassung ihrer Gesch\u00e4ftsmodelle an die Konvergenzentwicklung im Technologie-, Medien- und Telekommunikationsmarkt ergriffen. Eine &#8222;Entspannung ist dennoch nicht in Sicht&#8220;, so Deloitte. &#8222;Im Gegenteil: Die internationale Entwicklung &#8211; insbesondere in den USA &#8211; l\u00e4sst Einbr\u00fcche bef\u00fcrchten.&#8220;<\/p>\n<p>Trotz vieler Herausforderungen seien die deutschen Unternehmen gut aufgestellt. Im Vergleich zur internationalen Konkurrenz setzten sie ihr Kapital effizienter ein und erwirtschafteten zuletzt h\u00f6here Kapitalrenditen, ermittelkten die Wirtschaftspr\u00fcfer. Das bedeute: &#8222;Es existiert Spielraum zur Nutzung verschiedener strategischer Handlungsoptionen, um sich f\u00fcr die Zukunft entsprechend aufzustellen&#8220;.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Berater von Deolitte ergeben sich diese &#8222;Strategischen Handlungsoptionen&#8220; f\u00fcr Verlage:<\/p>\n<ul>\n<li>Aktive Konsolidierung &#8211; mit dem Ziel einer Markt- und Kostenf\u00fchrerschaft im Printgesch\u00e4ft.<\/li>\n<li>Diversifikation zu einem integrierten Medienkonzern &#8211; mit dem Ziel, digitale Wachstumsm\u00e4rkte zu erschlie\u00dfen und Synergien zu schaffen<\/li>\n<li>Internationalisierung &#8211; mit dem Ziel, au\u00dferhalb des ges\u00e4ttigten deutschen Marktes zu wachsen<\/li>\n<li>Fokussierung auf Nischenm\u00e4rkte &#8211; mit dem Ziel, spezielle Informations- und Unterhaltungsbed\u00fcrfnisse abzudecken<\/li>\n<li>Geordneter R\u00fcckzug &#8211; mit dem Ziel, loyale und zahlungsbereite Leser zu halten, um den Free Cashflow zu optimieren<\/li>\n<li>Desinvestition &#8211; mit dem Ziel, \u00fcber einen kurzfristigen Marktaustritt den maximalen Verkaufserl\u00f6s zu erzielen<\/li>\n<\/ul>\n<p>&#8222;Ein R\u00fcckzug ist nat\u00fcrlich Ultima Ratio. Es gibt vieles, das vorher greifen kann. Der finanzielle Spielraum, den die Verlage noch haben, sollte genutzt werden, um eine aktive, gestaltende Rolle im strukturellen Wandel zu \u00fcbernehmen. Bestehende Optionen m\u00fcssen zeitnah quantifiziert und bewertet werden, um tragf\u00e4hige Zukunftskonzepte entwickeln zu k\u00f6nnen&#8220; betont Dr. Heinrich H. F\u00f6rster, Partner Corporate Finance bei Deloitte.<\/p>\n<p>&#8222;Interessant ist auch, was den Deloitte den Verlagen <strong>NICHT<\/strong> r\u00e4t&#8220;, schreibt Ulrike Langer zur Studie bei <a title=\"Ulrike Langer, Mediadigital: Wirtschaftspr\u00fcfer r\u00e4t Verlagen: Konsolidieren, spezialisieren oder sterben gehen\" href=\"http:\/\/medialdigital.de\/2009\/06\/24\/wirtschaftsprufer-rat-verlagen-konsolidieren-spezialisieren-oder-sterben-gehen\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Mediadigital<\/a>. Und zwar Ratschl\u00e4ge wie diese:<\/p>\n<ul>\n<li>&#8222;Versucht, unter Wiederholung der ewig gleichen Parolen (z.B. auf Medienkongressen) wie \u201dQualit\u00e4tsjournalismus muss auch im Internet seinen Preis haben\u201d oder \u201dDas Netz darf kein rechtsfreier Raum sein\u201d oder \u201dDie Kostenloskultur im Internet muss ein Ende haben\u201d Bezahlmodelle f\u00fcr Allerweltsjournalismus einzuf\u00fchren, die durch Boykott leicht ausgehebelt werden k\u00f6nnen, weil es immer jemanden geben wird, der Allerweltsinhalte im Netz kostenlos anbietet.<\/li>\n<li>Lobbyiert f\u00fcr eine &#8222;Leistungsschutzabgabe&#8220;, die das Verlinken zu Euren Netzangeboten kostenpflichtig macht, damit weniger Nutzer Eure Angebote finden und Eure Werbeeinnahmen sinken.<\/li>\n<li>Wenn Ihr die Leistungschutzabgabe nicht bekommt, dann pl\u00e4diert zumindest f\u00fcr eine \u201dKulturflatrate\u201d als Zwangsabgabe f\u00fcr zahlungsunwillige Nutzer und sorgt dann daf\u00fcr, dass Begriff Kultur im Netz m\u00f6glichst eng angelehnt ist an das, was Zeitungen produzieren.&#8220; (Ulrike Langer, <a title=\"Ulrike Langer, Mediadigital: Wirtschaftspr\u00fcfer r\u00e4t Verlagen: Konsolidieren, spezialisieren oder sterben gehen\" href=\"http:\/\/medialdigital.de\/2009\/06\/24\/wirtschaftsprufer-rat-verlagen-konsolidieren-spezialisieren-oder-sterben-gehen\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Mediadigital<\/a>)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dieser Analyse kann ich <a title=\"Xing: Ulrike Langer, Mediadigital\" href=\"http:\/\/www.xing.com\/profile\/Ulrike_Langer2\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Ulrike Langer <\/a> nur zustimmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Die Branche steht vor einer Z\u00e4sur. 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