{"id":337,"date":"2009-04-02T17:13:00","date_gmt":"2009-04-02T15:13:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.selbstverstaendlich.de\/blog\/studie-leser-schatzen-bindung-orientierung-uberraschung-und-haptik\/2009\/04\/"},"modified":"2009-04-02T23:23:27","modified_gmt":"2009-04-02T21:23:27","slug":"studie-leser-schatzen-bindung-orientierung-uberraschung-und-haptik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.selbstverstaendlich.de\/blog\/studie-leser-schatzen-bindung-orientierung-uberraschung-und-haptik\/2009\/04\/","title":{"rendered":"Studie: Leser sch\u00e4tzen Bindung, Orientierung, \u00dcberraschung und Haptik"},"content":{"rendered":"<p>Wer immer mehr Zeit mit dem Internet verbringt, der l\u00e4sst nicht zwangsl\u00e4ufig Zeitungen und Zeitschriften links liegen, so die Studie <a title=\"TNS Emnid: Studie Print-Nutzung in Zeiten digitalisierten Contents\" href=\"http:\/\/www.tns-emnid.com\/presse\/presseinformation.asp?prID=833&amp;message=Zeitungen%20und%20Zeitschriften%20punkten%20mit%20direktem%20Zugriff%20und%20hoher%20Glaubw%C3%BCrdigkeit\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">&#8222;Print-Nutzung in Zeiten digitalisierten Contents&#8220;<\/a> der <a title=\"TNS Emnid Medienforschung\" href=\"http:\/\/www.tns-emnid.com\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">TNS Emnid Medienforschung<\/a>. Knapp 40 Prozent der Befragten gaben dort an, dass sie heute das Internet h\u00e4ufiger als noch vor f\u00fcnf Jahren nutzen. Ein F\u00fcnftel (22 Prozent) spricht von gleichbleibender H\u00e4ufigkeit, so die Pressemitteilung.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Jedes Medienformat hat sich in dem derzeit sehr dynamischen Kommunikationsmarkt zu behaupten. Der Nutzer kann aus einem immer gr\u00f6\u00dferen Informations- und Unterhaltungsangebot ausw\u00e4hlen. Dies gehe \u2013 entgegen der Fachdiskussion \u2013 jedoch nicht nur zu Lasten von Print, wie die vorliegenden Befragungsergebnisse zeigten, so TNS Emnid. F\u00fcr die Forscher steht nach ihrer j\u00fcngsten Studie im Rahmen der Themenreihe &#8222;Das Mediennutzungsverhalten der Deutschen&#8220; fest: &#8222;Vielmehr profitieren Printformate vonhabitualisiertem Nutzungsverhalten, haptischem Erleben, starker Glaubw\u00fcrdigkeit und einer Orientierungsfunktion f\u00fcr die digitale Welt. In einem vielf\u00e4ltigen Angebot, das dem Nutzer zur Verf\u00fcgung steht, l\u00e4sst sich so mit konsequente(re)n Medienmarkenstrategie ein konkurrenzf\u00e4higes Angebot auch auf Papier machen: Das nicht mehr nur von den historisch gewachsenen Vorteilen lebt, sondern aus den formalen St\u00e4rken des Mediums in Kombination mit der Einl\u00f6sung von inhaltlichen Markenversprechen ein zukunftsf\u00e4higes Produkt entwickelt.&#8220;<\/p>\n<p>Allgemein stellten die Bielefelder Medienforscher &#8222;eine stabile und sogar steigende Nutzung von Printmedien bei gleichzeitig wachsendem Internetkonsum&#8220; fest. Knapp 40 Prozent der Befragten gaben demnach an, dass sie das Internet heute h\u00e4ufiger als noch vor f\u00fcnf Jahren nutzen w\u00fcrden. Ein F\u00fcnftel (22 Prozent) spricht von gleichbleibender H\u00e4ufigkeit. 61 Prozent der Deutschen, so die repr\u00e4sentative Studie, gaben auch an, dass ihre Nutzungsfrequenz bezogen auf Zeitschriften oder Zeitungen sogar unver\u00e4ndert sei. 22 Prozent lesen nach eigenen Angaben heute seltener in Printmedien als noch vor f\u00fcnf Jahren. Dagegen nannten 16 Prozent der Befragten einer h\u00e4ufigere Nutzung der Printmedien. Letztere geh\u00f6rten vor allem zur jungen Zielgruppe im Alter zwischen 14 und 29 Jahren.<\/p>\n<p>&#8222;F\u00fcr eine stabile Mediennutzung von Printerzeugnissen sorgen vor allem eine hohe Leser-Blatt-Bindung (47 Prozent), die haptische Anmutung des Papierformates (\u201eIch bl\u00e4ttere gern darin\u201c, 47 Prozent) und die Nutzungsgewohnheit (beispielsweise die Tageszeitung am Fr\u00fchst\u00fcckstisch<br \/>\nlesen, 43 Prozent). Die gleichen Argumente geben auch die Befragten mit gestiegener Printnutzung an und erkl\u00e4ren zudem, dass sie sich gern von jeder neuen Ausgabe ihrer Zeitung oder Zeitschrift \u00fcberraschen lassen (24 Prozent) und nicht auf die glaubw\u00fcrdigen und gut recherchierten Informationen verzichten wollen (31 Prozent)&#8220;, so die <a title=\"TNS Emnid: Studie Zeitungen und Zeitschriften punkten mit direktem Zugriff und Glaubw\u00fcrdigkeit (PDF)\" href=\"http:\/\/www.tns-emnid.com\/presse\/pdf\/presseinformationen\/2009_04_02_TNS_Emnid_Print_Internet.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Studie<\/a>.<\/p>\n<p>Ein Drittel der Deutschen mit gestiegenem Internetkonsum liest die eigenen Printtitel wie gewohnt weiter, ermittelten die Medienforscher von TNS Emnid. Neben der Bindung an die eigenen Titel und das habitualisierte Leseverhalten sei es auch hier die hohe Glaubw\u00fcrdigkeit der Printformate, die f\u00fcr das bedruckte Papier spr\u00e4chen. Selbst Onliner sch\u00e4tzen die unabh\u00e4ngige, mobile Nutzung von Papierformaten.<\/p>\n<p>&#8222;Print sorgt f\u00fcr Orientierung, gerade bei steigender Internetnutzung&#8220;, schreiben die Studienautoren: &#8222;Ja, es gibt sie: Mediennutzer, die trotz gestiegenen Internetkonsums auch verst\u00e4rkt zu Printformaten greifen. In dieser Gruppe wurde noch einmal genauer nachgefragt, welche Gr\u00fcnde zu einem Nutzungsanstieg von Zeitschriften und Zeitungen gef\u00fchrt haben. Diese Argumente sind erg\u00e4nzende relevante Qualit\u00e4tsmerkmale, die auch Printformaten in der Zukunft helfen k\u00f6nnen, sich in einem dynamischen Angebotsumfeld st\u00e4rker zu profilieren und dauerhaft Bestand zu haben.&#8220;<br \/>\nDeshalb seht f\u00fcr die Emnid-Forscher fest, &#8222;dass ein gestiegener Orientierungs- und Informationsbedarf zu einem h\u00f6heren Medienkonsum generell f\u00fchrt.&#8220; Ein F\u00fcnftel derjenigen, die beide Mediengattungen (Print und Online) heute h\u00e4ufiger als noch vor f\u00fcnf Jahren nutzten, suchten in Zeitungen und Zeitschriften Unterst\u00fctzung und Information zu den neuen Kommunikationstechnologien.<\/p>\n<p>Und auch die Anbieter der klassischen Printmedien haben offenbar auf neue Anforderungen reagiert, so TNS Emnid: Sowohl Offliner (39 Prozent) als auch Onliner (37 Prozent) begr\u00fcnden den gestiegenen Printkonsum mit einem verbesserten Zeitschriften- oder Zeitungsangebot. Offliner (23 Prozent) und Onliner (19 Prozent) berichten gar einen interessanten Titel (neu) entdeckt zu haben.<\/p>\n<p>Die &#8222;Kostenlos-Mentalit\u00e4t des Internets&#8220; strahlt auf andere Medien aus, so ein weiteres Ergebnis der Studie <a title=\"TNS Emnid: Studie Print-Nutzung in Zeiten digitalisierten Contents\" href=\"http:\/\/www.tns-emnid.com\/presse\/presseinformation.asp?prID=833&amp;message=Zeitungen%20und%20Zeitschriften%20punkten%20mit%20direktem%20Zugriff%20und%20hoher%20Glaubw%C3%BCrdigkeit\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">&#8222;Print-Nutzung in Zeiten digitalisierten Contents&#8220;<\/a>. \u00dcber die H\u00e4lfte der Befragten mit abnehmender Printaffinit\u00e4t geben an, kein Geld mehr f\u00fcr Informationen in gedruckter Form ausgeben zu wollen, da sie ja schlie\u00dflich im Internet kostenlos erh\u00e4ltlich sei. Ein Viertel weist in diesem Zusammenhang auf gestiegene Copypreise der Zeitschriften oder Zeitungen hin und begr\u00fcndete damit seine Abwendung von den Papierformaten.<br \/>\nGrunds\u00e4tzlich zeige diese Argumentation genau den in der Fachwelt diskutieren &#8222;Werteverfall&#8220; von Information. &#8222;Die Kostenlos-Mentalit\u00e4t, mit der das Internet seinen Erfolgszug begann, ist kaum mehr aufzuhalten und strahlt auf andere Medien ab. Medienanbieter sollten vor diesem Hintergrund die Besonderheiten der einzelnen Kommunikationsangebote \u2013 seien es gedruckte oder bewegte Bilder, visuelle oder Audio-Informationen \u2013 beibehalten, um die Qualit\u00e4t und Qualifikation des Produzenten deutlich zu kommunizieren. Medienmarkenstrategien k\u00f6nnen hier wichtige Wegweiser f\u00fcr die Mediennutzer platzieren&#8220;, sagte Claudia Knoblauch, Studienleiterin bei TNS Emnid.<\/p>\n<p><strong>Methodensteckbrief:<\/strong> F\u00fcr die Studie \u201ePrint-Nutzung in Zeiten digitalisierten Contents\u201c wurden insgesamt 1.794 per Zufallsauswahl mit ADM-Mastersample-Verfahren ausgew\u00e4hlte Personen ab 14 Jahren in<br \/>\npers\u00f6nlichen Interviews (CAPI) befragt, darunter 1.110 Internetnutzer. Die Untersuchung wurde im Zeitraum vom 15. Dezember 2008 bis 1. Februar 2009 durchgef\u00fchrt.<br \/>\nDie Studie ist Teil der <a title=\"TNS-Emnid: PRINT-Themenreihe Bev\u00f6lkerungsrepr\u00e4sentative Studien zum Mediennutzungsverhalten in Deutschland \" href=\"http:\/\/www.tns-emnid.com\/medienforschung\/print_themenreihe.asp\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">PRINT-Themenreihe \u201eDas Mediennutzungsverhalten der Deutschen&#8220;<\/a>, in der TNS Emnid bereits <a title=\"TNS Emnid: Studie Print versus Lesen am Bildschirm?\" href=\"http:\/\/www.tns-emnid.com\/presse\/presseinformation.asp?prID=807&amp;message=Print%20versus%20Lesen%20am%20Bildschirm?\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">verschiedenste Fragestellungen <\/a> untersucht und ver\u00f6ffentlicht hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer immer mehr Zeit mit dem Internet verbringt, der l\u00e4sst nicht zwangsl\u00e4ufig Zeitungen und Zeitschriften links liegen, so die Studie &#8222;Print-Nutzung in Zeiten digitalisierten Contents&#8220; der TNS Emnid Medienforschung. 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