{"id":166,"date":"2008-12-25T22:33:00","date_gmt":"2008-12-25T20:33:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.selbstverstaendlich.de\/blog\/deloitte-medienunternehmen-werden-schlecht-gesteuert\/2008\/12\/"},"modified":"2010-08-31T21:49:43","modified_gmt":"2010-08-31T19:49:43","slug":"deloitte-medienunternehmen-werden-schlecht-gesteuert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.selbstverstaendlich.de\/blog\/deloitte-medienunternehmen-werden-schlecht-gesteuert\/2008\/12\/","title":{"rendered":"Deloitte: Medienunternehmen werden schlecht gesteuert"},"content":{"rendered":"<p>Kein Weihnachtsgeschenk f\u00fcr Medienmanager: Die <a title=\"Deloitte-Studie: Voll im Bild? Ergebnisse einer internationalen Studie zur Steuerung von Medienunternehmen im digitalen Zeitalter\" href=\"http:\/\/www.deloitte.com\/dtt\/research\/0,1015,cid%253D240575,00.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Deloitte-Studie &#8222;Voll im Bild?&#8220; zur Unternehmenssteuerung von Medienunternehmen<\/a>, ver\u00f6ffentlicht am ersten Weihnachtsfeiertag, stellt ihnen ein schlechtes Zeugnis aus: Kein Unternehmen ist optimal f\u00fcr das digitale Zeitalter ger\u00fcstet. &#8222;Deutsche Medienunternehmen sind in puncto Unternehmenssteuerung noch nicht optimal auf aktuelle und k\u00fcnftige Anforderungen ausgerichtet. Das gilt f\u00fcr Steuerungsobjekte und -gr\u00f6\u00dfen, aber auch f\u00fcr die gesamte Steuerungsorganisation und -prozesse&#8220;, hei\u00dft es in der <a title=\"Pressemitteilung: Medienlandschaft: Weitblick oder Fahren auf Sicht?\" href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/pm\/60247\/1326590\/deloitte\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Pressemitteilung<\/a>.<\/p>\n<div class=\"mceTemp\"><\/div>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" style=\"border: 1px solid black; margin: 10px; width: 137px; height: 189px;\" title=\"Deloitte-Studie: Voll im Bild? Ergebnisse einer internationalen Studie zur Steuerung von Medienunternehmen im digitalen Zeitalter\" src=\"http:\/\/www.deloitte.com\/dtt\/cda\/img\/content\/Cover_236(4).jpg\" border=\"0\" alt=\"\" hspace=\"10\" vspace=\"10\" width=\"137\" height=\"189\" align=\"left\" \/><\/p>\n<p>Zwar h\u00e4tten die Unternehmen ihre Gesch\u00e4ftsmodelle schon gr\u00f6\u00dftenteils an die Umbr\u00fcche der Branche angepasst &#8211; bei administrativen Funktionen sei dies jedoch \u00fcberwiegend noch nicht der Fall. F\u00fcr die <a title=\"Deloitte-Studie: Steuerung von Medienunternehmen, Dezember 2008\" href=\"http:\/\/www.deloitte.com\/dtt\/research\/0,1015,cid%253D240575,00.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Studie &#8222;Steuerung von Medienunternehmen im digitalen Zeitalter&#8220;<\/a> wurden Unternehmensvertreter aus dem deutsch- sowie englischsprachigen Raum befragt. Bereits im November konstatierten in einer Untersuchung die Berater von Horvath &amp; Partners zu den Online-Management-F\u00e4higkeiten deutscher Medienunternehmen: <a title=\"Medien online: Ohne Strategie, Plan und Erfolg? - That's Publishing - Bernd Pitz\" href=\"https:\/\/www.selbstverstaendlich.de\/blog\/medien-online-ohne-strategie-plan-und-erfolg\/2008\/11\/\" target=\"_blank\">&#8222;Keine Strategie, keine Planung, keine Steuerung und wenig Erfolg.&#8220;<\/a><\/p>\n<p>&#8222;Kaum eine andere Branche durchlebt einen so radikalen Ver\u00e4nderungsprozess wie die Medienbranche. Die Vielfalt der Medienarten und -kan\u00e4le, ver\u00e4nderte Konsumgewohnheiten sowie neue Wettbewerber sind nur einige Aspekte. Den Unternehmen ist klar, dass sie sich ver\u00e4ndern m\u00fcssen, um die neuen Herausforderungen zu bew\u00e4ltigen &#8211; sie wissen nur noch nicht wie&#8220;, so <a title=\"Xing: Klaus B\u00f6hm, Deloitte D\u00fcsseldorf\" href=\"https:\/\/www.xing.com\/profile\/Klaus_Boehm3\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Klaus B\u00f6hm<\/a>, Director Media bei Deloitte. &#8222;Unsere Studie untersuchte inhaltliche, organisatorische, Prozess- und IT-bezogene Aspekte der Unternehmenssteuerung.&#8220;<\/p>\n<p>Auf der inhaltlichen Ebene standen Steuerungsobjekte im Fokus der Untersuchung, die an das Gesch\u00e4ftsmodell angepasst und entsprechend priorisiert werden m\u00fcssten. Die traditionelle Steuerungssicht &#8222;Region-Kanal-Produkt&#8220; sei heute nicht mehr zeitgem\u00e4\u00df, so die Berater. Der einzelne Kanal r\u00fccke in den Hintergrund, da Erl\u00f6se heute aus den verschiedensten Verwertungsformen resultierten. Der Fokus verschiebe sich auf die Inhalte. Auch das Land\/die Region verliert aufgrund der Internationalisierung an Bedeutung. Gerade in der Medienbranche zeigte sich, dass sich die Unternehmenssteuerung und damit das Controlling extrem von den Erl\u00f6smodellen entfernt h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Informationen zu Profitabilit\u00e4t einzelner Produkte\/Kunden fehlen<\/p>\n<p>Die Unternehmenssteuerungsgr\u00f6\u00dfen seien ausschlaggebend f\u00fcr ein aussagekr\u00e4ftiges Bild auf Umsatz- und Kostentreiber. Bislang reichten die Betrachtung klassischer Renditegr\u00f6\u00dfen, also vergangenheitsorientierter monet\u00e4rer Kennzahlen, aus, so das Autorenteam um Klaus B\u00f6hm. Heute sei das Bild diversifizierter, Cash flow und vor allem nicht-finanzielle Gr\u00f6\u00dfen (Inhaltequalit\u00e4t, Kundenzufriedenheit, etc.), aber auch Ergebnisrechnungen bek\u00e4men eine gr\u00f6\u00dfere Bedeutung. Allerdings seien nur wenige Unternehmen bisher in der Lage, kanal\u00fcbergreifend alle Erl\u00f6se und Kosten einem spezifischen Projekt zuzuordnen. Zum Beispiel w\u00fcrden von kaum einem Unternehmen Werbekunden-Ergebnisrechnungen genutzt, so die Untersuchung. Insgesamt herrsche Unsicherheit, welche Gr\u00f6\u00dfen Bedeutung f\u00fcr die Unternehmenssteuerung haben sollten.<\/p>\n<p>Steuerungsorganisation: Controlling braucht mehr Entscheidungseinfluss<\/p>\n<p>Da es bisher keine konzern\u00fcbergreifende Einbindung des Controllings gebe, so Deolitte, best\u00e4nden bei der Organisation der Unternehmenssteuerung gro\u00dfe Defizite. Das Controlling deutschsprachiger Unternehmen sei weiterhin &#8222;innerhalb des Finanzbereiches isoliert&#8220; und nicht an gesch\u00e4ftsspezifischen Entscheidungen beteiligt. Bei angels\u00e4chsischen Unternehmen hingegen sei es bereits in Entscheidungen der Preisfindung, Projektpriorisierung etc. eingebunden. Die Notwendigkeit einer funktionalen und organisatorischen Verkn\u00fcpfung des Controllings mit anderen Unternehmensbereichen werde allerdings von den meisten deutschen Umfrageteilnehmern gesehen, so die Autoren.<\/p>\n<p>Steuerungsprozesse: Strategische und operative Planung m\u00fcssen integriert werden<\/p>\n<p>Das sich ver\u00e4ndernde Medienumfeld verlange nach einer flexiblen und schnellen Steuerung. Laut Studie begn\u00fcge sich die Mehrheit der Befragten hier mit traditionellen Prozessen und verf\u00fcge weder f\u00fcr Planungs- noch f\u00fcr Reportingaufgaben \u00fcber eine ad\u00e4quate IT-Infrastruktur. Die deutschen Medienunternehmen konstatierten auch einen gro\u00dfen Handlungsbedarf bei besserer Integration und effizienterer Gestaltung des Projektcontrollings, insbesondere f\u00fcr die Integration von strategischer und operativer Planung, so die Studie. Eine solche Integration existiere in den meisten F\u00e4llen nicht: &#8222;Die Planung ist immer noch sehr kostenstellenorientiert &#8211; der Wandel der Gesch\u00e4ftsmodelle verlangt neue Ans\u00e4tze. Es gilt, ein \u00fcbergeordnetes Planungssystem zu schaffen, das einer zyklischen Finanzplanung sowie einer unterj\u00e4hrigen Reallokation von Ressourcen auf Projektebene gleicherma\u00dfen gerecht wird&#8220;, hei\u00dft es in der Pressemitteilung.<\/p>\n<p>&#8222;Zu einer optimalen Unternehmenssteuerung geh\u00f6ren unter anderem die Ausrichtung auf kanal- und regionen\u00fcbergreifende Produkte, Profitabilit\u00e4tsrechnungen \u00fcber alle Verwertungsstufen hinweg, die Verankerung von nicht-finanziellen Kennzahlen auf allen Steuerungsebenen sowie die Institutionalisierung des Controllings bei operativen Steuerungsprozessen. Dieser Idealzustand wird bisher von keinem teilnehmenden Medienunternehmen erreicht &#8211; \u00fcberdies werden die Unternehmen ihre Steuerung k\u00fcnftig sogar noch st\u00e4rker auf die Elemente der Wertsch\u00f6pfungskette fokussieren m\u00fcssen, um wettbewerbsf\u00e4hig zu bleiben&#8220;,\u00c2  so Nicolai Andersen, Experte f\u00fcr Controlling in der Telekommunikations- und Medienindustrie bei Deloitte.<\/p>\n<p>Hier gibt es die komplette <a title=\"Download Deloitte-Studie: Voll im Bild? Steuerung von Medienunternehmen im digitalen Zeitalter (PDF, 560 KB, Dezember 2008)\" href=\"http:\/\/www.deloitte.com\/dtt\/cda\/doc\/content\/DE_TMT_Studie_Voll_im_Bild_231208%281%29.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Deloitte-Studie &#8222;Voll im Bild: Steuerung von Medienunternehmen im digitalen Zeitalter&#8220;<\/a> (PDF, 560 KB, Dezember 2008) zum Download.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kein Weihnachtsgeschenk f\u00fcr Medienmanager: Die Deloitte-Studie &#8222;Voll im Bild?&#8220; zur Unternehmenssteuerung von Medienunternehmen, ver\u00f6ffentlicht am ersten Weihnachtsfeiertag, stellt ihnen ein schlechtes Zeugnis aus: Kein Unternehmen ist optimal f\u00fcr das digitale Zeitalter ger\u00fcstet. &#8222;Deutsche Medienunternehmen sind in puncto Unternehmenssteuerung noch nicht optimal auf aktuelle und k\u00fcnftige Anforderungen ausgerichtet. Das gilt f\u00fcr Steuerungsobjekte und -gr\u00f6\u00dfen, aber auch [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"content-type":"","footnotes":""},"categories":[46,8],"tags":[181,73,105,48],"class_list":["post-166","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-innovation","category-verlage","tag-controlling","tag-geschaftsmodell","tag-strategie","tag-studie"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.selbstverstaendlich.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/166","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.selbstverstaendlich.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.selbstverstaendlich.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.selbstverstaendlich.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.selbstverstaendlich.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=166"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/www.selbstverstaendlich.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/166\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":167,"href":"https:\/\/www.selbstverstaendlich.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/166\/revisions\/167"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.selbstverstaendlich.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=166"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.selbstverstaendlich.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=166"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.selbstverstaendlich.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=166"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}