{"id":108,"date":"2008-10-14T07:36:00","date_gmt":"2008-10-14T05:36:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.selbstverstaendlich.de\/blog\/buchmesse-umfrage-wohin-fuhrt-die-digitalisierung\/2008\/10\/"},"modified":"2008-10-14T08:10:16","modified_gmt":"2008-10-14T06:10:16","slug":"buchmesse-umfrage-wohin-fuhrt-die-digitalisierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.selbstverstaendlich.de\/blog\/buchmesse-umfrage-wohin-fuhrt-die-digitalisierung\/2008\/10\/","title":{"rendered":"Buchmesse-Umfrage: Wohin f\u00fchrt die Digitalisierung?"},"content":{"rendered":"<p>Global Player wie Amazon und Google sind neben den Konsumenten der Motor der Digitalisierung weltweit \u2013 so das Ergebnis einer gro\u00df angelegten Umfrage der Frankfurter Buchmesse, an der mehr als 1.000 Fachleute aus rund 30 L\u00e4ndern teilnahmen. Wie wird die Digitalisierung die Zukunft des Verlagswesens beeinflussen? Welche werden als die treibenden Kr\u00e4fte in diesem Prozess angesehen? Die erstaunlichsten Einsch\u00e4tzungen und wichtigsten Ergebnisse der Umfrage, laut <a title=\"Frankfurter Buchmesse: Wohin f\u00fchrt die Digitalisierung?\" href=\"https:\/\/de.book-fair.com\/fbf\/journalists\/press_releases\/fbf\/detail.aspx?c20f0587-85d5-44d3-a9a4-eb75d0c6143b=27efa167-772a-4fc3-88ae-b1d2e72ddfd2\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Pressemitteilung<\/a>:<\/p>\n<ul>\n<li> Chinas Einfluss im internationalen Verlagswesen wird sich im digitalen Bereich in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren verdreifachen.<\/li>\n<li> Treibende Kr\u00e4fte in diesem Prozess sind nach Ansicht der Branchenexperten nicht nur die Verbraucher, sondern auch Global Player wie Amazon und Google.<\/li>\n<li> 2018 wird der Absatz von digitalen Inhalten den traditioneller B\u00fccher \u00fcberholen, so die Prognose der Befragten.<\/li>\n<li> Der Online-Handel mit B\u00fcchern wird als wichtigste Entwicklung der letzten 60 Jahre bezeichnet.<\/li>\n<\/ul>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.selbstverstaendlich.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/logo-60-jahre-jpg-4c-dt-2008-8604-1.jpg\" alt=\"60 Jahre Frankfurter Buchmesse\" hspace=\"10\" vspace=\"10\" width=\"264\" height=\"224\" align=\"left\" \/>Die Umfrage wurde im Online-Newsletter mit aktuell 36.000 Abonnenten der Frankfurter Buchmesse durchgef\u00fchrt. 1.025 Fachleute beteiligten sich an der Befragung. Mehr als 70 Prozent der Befragten gaben dabei an, sie f\u00fchlten sich f\u00fcr die digitale Herausforderung ger\u00fcstet. Dabei gehen die Ansichten \u00fcber die zuk\u00fcnftige Entwicklung von E-Books und von digitalen Inhalten einerseits und gedruckten B\u00fcchern andererseits allerdings stark auseinander: So erwarten 40 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass der Absatz von digitalen Inhalten den traditioneller B\u00fccher bereits im Jahr 2018 \u00fcberfl\u00fcgeln wird. Dagegen ist aber ein Drittel der Befragten der \u00dcberzeugung, dass diese Situation niemals eintreten wird, teilten die Messeveranstalter mit<\/p>\n<p>Zumindest in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren wird digitalen Inhalten noch nicht der Siegeszug \u00fcber das gedruckte Buch zugetraut &#8211; darin ist sich die Befragten weitgehend einig: 60 Prozent erwarten, dass der Markt auch in f\u00fcnf Jahren noch von herk\u00f6mmlichen B\u00fcchern beherrscht wird. Nur wenige halten es f\u00fcr m\u00f6glich, dass E-Books (sieben Prozent) oder E-Reader (zwei Prozent) bis zum Jahr 2013 zu einer Haupteinkommensquelle werden k\u00f6nnten. Kein Wunder: Schlie\u00dflich geben fast 60 Prozent der Befragten ebenfalls an, selbst weder E-Books noch E-Reader zu nutzen. Dennoch sind die Fachleute der Ansicht, dass sich die Haltung der Verbraucher \u00e4ndern wird. Mehr als die H\u00e4lfte glaubt, dass Internet-Nutzer in f\u00fcnf Jahren eher bereit sein werden, f\u00fcr digitale Inhalte zu bezahlen.<\/p>\n<p>Auf die Frage, wer die treibende Kraft hinter dem Prozess der Digitalisierung in der internationalen Buchbranche sei, sagten nur sieben Prozent, es seien die Verleger. 22 Prozent trauen den Verbrauchern den meisten Einfluss zu und sehen sie als Motor des Prozesses. \u00c4hnlich h\u00e4ufig genannt wurden auch Online-H\u00e4ndler wie Amazon (21 Prozent) sowie Google (20 Prozent) und die Telekommunikationsindustrie (13 Prozent). Weit abgeschlagen sind die eigentlichen Hersteller der Inhalte: Nur zwei Prozent geben an, die Digitalisierung werde von den Schriftstellern vorangetrieben. Das Schlusslicht bilden die Regierungen der L\u00e4nder mit einem Prozent.<\/p>\n<p>Obwohl 70 Prozent der Befragten nach eigener Einsch\u00e4tzung auf die digitale Herausforderung vorbereitet seien, ist man sich darin einig, dass bestimmte Fragen nur gemeinschaftlich angegangen werden k\u00f6nnten. Die folgenden vier Hauptprobleme der Branche sollen bei der diesj\u00e4hrigen Frankfurter Buchmesse ausf\u00fchrlich besprochen und L\u00f6sungsans\u00e4tze diskutiert werden:<\/p>\n<ul>\n<li>Copyright (28 Prozent)<\/li>\n<li>Management von digitalen Rechten (DRM) (22 Prozent)<\/li>\n<li>Standardformate, z. B. epub (21 Prozent)<\/li>\n<li>Preisbindung (16 Prozent)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auf die Frage nach dem Stand der Vorbereitungen bei der eigenen Firma nannten die Teilnehmer der Umfrage drei Hauptbereiche, in denen ihrer Ansicht nach noch Handlungsbedarf besteht:<\/p>\n<ul>\n<li>Wissen und Strategien: Dazu geh\u00f6ren die Marktforschung sowie die Beherrschung und Entwicklung neuer Gesch\u00e4ftsmodelle (26 Prozent).<\/li>\n<li>Vernetzung mit neuen Kooperationen und Gesch\u00e4ftspartnern (22 Prozent)<\/li>\n<li>Technische Infrastruktur (20 Prozent)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Digitalisierung er\u00f6ffnet neue Bereiche f\u00fcr die Zusammenarbeit. In der Umfrage wurde daher auch erfragt, mit welchen anderen Sektoren die Verlagsbranche nach Ansicht der Fachleute enger zusammenarbeiten sollte. 22 Prozent sehen Handy-Hersteller und \u2013Netzbetreiber, also die Telekommunikationsindustrie, als die wichtigsten Partner der Zukunft. Danach genannt wurden die Filmbranche (20 Prozent), Produzenten anderer Konsumg\u00fcter (19 Prozent) und die Musikbranche (18 Prozent). Lediglich 13 Prozent sind der Ansicht, dass die Spieleindustrie ein wichtiger Partner f\u00fcr die Zukunft darstellen w\u00fcrde.<\/p>\n<p><a title=\"Wikipedia: Juergen Boos\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Juergen_Boos\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Juergen Boos<\/a>, Direktor der Frankfurter Buchmesse, kommentiert die Ergebnisse der Branchenumfrage so: &#8222;Bei der Frankfurter Buchmesse kommen Tausende von Fachleuten aus Verlagen und Medien zusammen, und die j\u00e4hrliche Umfrage bietet uns die M\u00f6glichkeit, eine Bestandsaufnahme neuer Trends und Ver\u00e4nderungen in der Branche zu erstellen. Die faszinierenden Erkenntnisse der diesj\u00e4hrigen Umfrage zeigen, wie die Digitalisierung, die bereits 2007 als die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung an die Buchbranche erkannt wurde, alle Aspekte des Buchhandels in den kommenden Jahren beeinflussen k\u00f6nnte. Die Ergebnisse sind bemerkenswert, wie zum Beispiel die Vorhersage, China werde den digitalen Bereich in den n\u00e4chsten Jahren beherrschen, die Erkenntnis, dass ein dringender Bedarf an neuen Kooperationen mit anderen Branchen besteht, aber auch die Erwartung, dass trotz aller technologischen Entwicklungen das gedruckte Buch auch in der kommenden Zeit ein wichtiger Faktor bleiben wird. &#8222;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Global Player wie Amazon und Google sind neben den Konsumenten der Motor der Digitalisierung weltweit \u2013 so das Ergebnis einer gro\u00df angelegten Umfrage der Frankfurter Buchmesse, an der mehr als 1.000 Fachleute aus rund 30 L\u00e4ndern teilnahmen. 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