{"id":1074,"date":"2014-07-22T06:22:00","date_gmt":"2014-07-22T05:22:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.selbstverstaendlich.de\/blog\/?p=1074"},"modified":"2014-07-22T09:59:13","modified_gmt":"2014-07-22T08:59:13","slug":"nicht-in-unterhosen-zum-anstaendigen-buchhaendler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.selbstverstaendlich.de\/blog\/nicht-in-unterhosen-zum-anstaendigen-buchhaendler\/2014\/07\/","title":{"rendered":"Nicht in Unterhosen zum anst\u00e4ndigen Buchh\u00e4ndler"},"content":{"rendered":"<p>Wenn&#8217;s um &#8222;Shades of Grey&#8220; von E. L. James oder &#8222;Feuchtgebiete&#8220; von Charlotte Ropche ging, da waren die Buchh\u00e4ndler (mal von Weltbild abgesehen) gar nicht pr\u00fcde. Aber wenn&#8217;s um ein Sachbuch geht, dann sind sie&#8217;s scheinbar doch. Beim Anblick einer leeren M\u00e4nnerunterhose mit leichter Ausbeulung auf dem Buchcover waren die Buchh\u00e4ndler, schlicht &#8222;schockiert&#8220;, wie der <a title=\"Hardvard Business manager: Die Sache mit der Unterhose\" href=\"http:\/\/www.harvardbusinessmanager.de\/blogs\/die-sache-mit-der-unterhose-a-981816.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Harvard Business manager<\/a> gen\u00fc\u00dflich beschreibt. Dabei wollte die deutsche Tochter von Wiley nur das Buch des Autors Scott Berkun \u00fcber seinen Job beim WordPress-Anbieter Automattic passend zum Titel &#8222;Mein Jahr ohne Hosen&#8220; illustrieren &#8211; was \u00fcbrigens in den angeblich so pr\u00fcden USA \u00fcberhaupt kein Thema war.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.selbstverstaendlich.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/ohnehose-wiley.jpg\" alt=\"Ohne Hosen Wiley Verlag\" width=\"450\" height=\"216\" \/><\/p>\n<p>Aber der Verlag hatte die Rechnung ohne die Buchh\u00e4ndler gemacht: &#8222;Doch als die Verlagsvorschau verschickt war und die Vertreter in den Buchhandlungen vorsprachen, hagelte es Kritik an der Covergestaltung: &#8218;Die Buchh\u00e4ndler fanden den Titel unanst\u00e4ndig&#8216;, berichtet Katja Tenkoul aus dem Marketing des Verlags. Das Unterhosenmotiv und die Zeile &#8218;Arbeiten f\u00fcr das Unternehmen von morgen&#8216;, so h\u00e4tten sie moniert, st\u00fcnden in keinem Zusammenhang mit dem Inhalt des Buches. &#8218;Das war ein richtiger kleiner Aufstand.&#8216; &#8222;, schreibt <a title=\"Britta Domke im Blog des Harvard Business manager \u00fcber Ohne Hosen\" href=\"http:\/\/www.harvardbusinessmanager.de\/blogs\/die-sache-mit-der-unterhose-a-981816.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Britta Domke im Blog des Harvard Business manager&#8220;<\/a>.<\/p>\n<p>Kleiner aufstand, gro\u00dfe Wirkung: Der Verlag blieb mutig bei der Titelgrafik, legt aber eine Banderole (Schutzh\u00fclle!) mit einer abgebildeten Jeans \u00fcber die so skandal\u00f6se leere Unterhose &#8230;<\/p>\n<p>Ach ja, damit das nicht zu kurz kommt: &#8222;Scott Berkun hat ein Jahr lang ein virtuelles, innovatives Team bei Automattic geleitet und dabei eine Arbeitswelt kennengelernt, die seinen bisherigen Erfahrungen v\u00f6llig widersprach. In &#8222;Mein Jahr ohne Hosen&#8220; schildert er dieses spannende Experiment.&#8220;, hei\u00dft es im Klappentext des Verlages.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn&#8217;s um &#8222;Shades of Grey&#8220; von E. L. James oder &#8222;Feuchtgebiete&#8220; von Charlotte Ropche ging, da waren die Buchh\u00e4ndler (mal von Weltbild abgesehen) gar nicht pr\u00fcde. Aber wenn&#8217;s um ein Sachbuch geht, dann sind sie&#8217;s scheinbar doch. 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