{"id":1071,"date":"2014-07-12T07:15:00","date_gmt":"2014-07-12T06:15:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.selbstverstaendlich.de\/blog\/?p=1071"},"modified":"2014-07-22T10:00:33","modified_gmt":"2014-07-22T09:00:33","slug":"bain-studie-wo-digitale-und-physische-geschaeftsmodelle-zusammenwachsen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.selbstverstaendlich.de\/blog\/bain-studie-wo-digitale-und-physische-geschaeftsmodelle-zusammenwachsen\/2014\/07\/","title":{"rendered":"Bain-Studie: Wo digitale und physische Gesch\u00e4ftsmodelle zusammenwachsen"},"content":{"rendered":"<p>Wenn&#8217;s um Innovation und Gesch\u00e4ftsmodelle gehet, sind wir jetzt um ein Schlagwort weiter: &#8222;Die Zukunft der Wirtschaft ist nicht digital, sondern &#8218;digical'&#8220;, schreibt die Unternehmensberatung Bain &amp; Company als Fazit ihrer <a title=\"Studie Leading a Digical Transformation Bain &amp; Company\" href=\"http:\/\/www.bain.de\/press\/press-archive\/die-zukunft-ist-digical.aspx\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Studie \u201eLeading a Digical Transformation\u201c<\/a>. Denn: Digitale und physische (physical) Gesch\u00e4ftsmodelle wachsen zusammen und zwingen Unternehmen in nahezu allen Branchen in den n\u00e4chsten zehn Jahren zu weitreichenden Ver\u00e4nderungen. Die Analyse erl\u00e4utert anhand zahlreicher Beispiele von Pionieren der \u201eDigicalisierung\u201c die Chancen und Marktpotenziale einer vernetzten Online- und Offlinewelt.Weitere wichtige Ergebnisse des internationalen Beratungshauses:<\/p>\n<ul>\n<li>Das Zusammenwachsen digitaler und analoger Gesch\u00e4ftsmodelle ver\u00e4ndert bis 2025 nahezu jede Branche von Grund auf<\/li>\n<li>Noch stehen fast 80 Prozent der Unternehmen am Anfang einer unausweichlichen, tief greifenden Transformation<\/li>\n<li>In immer mehr Branchen drohen digitale Gesch\u00e4ftsmodelle ihre analogen Vorg\u00e4nger vom Markt zu dr\u00e4ngen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bain hat f\u00fcr seine Analyse die Entwicklung von rund 300 Unternehmen aus verschiedenen Branchen analysiert und zahlreiche Interviews mit F\u00fchrungskr\u00e4ften gef\u00fchrt \u2013 und kommt zu einem anderen Ergebnis: Die Zukunft ist digical! Erfolgreiche Unternehmen nutzen digitale Ans\u00e4tze, um ihre physischen Gesch\u00e4ftsmodelle weiterzuentwickeln, und schafften so eine gute Basis f\u00fcr ein anhaltend profitables Wachstum in den kommenden Jahren, so die <a title=\"Pressemitteilung Bain &amp; Company Leading a Digical Transformation\" href=\"http:\/\/www.bain.de\/press\/press-archive\/die-zukunft-ist-digical.aspx\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Pressemitteilung<\/a>. &#8222;Wir stehen erst am Anfang&#8220;, wird Bain-Deutschlandchef Walter Sinn zitiert. &#8222;Noch hat die Digitalisierung nur wenige Branchen wie die Medien oder die Telekommunikation mit voller Wucht erfasst. Aber in zehn Jahren wird die Welt ganz anders aussehen.&#8220; Ob Automobil- oder Pharmaindustrie, ob Finanzdienstleister oder Maschinenbau \u2013 \u00fcberall zwingten neue Technologien und ein ver\u00e4ndertes Kundenverhalten Unternehmen zum Handeln.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.selbstverstaendlich.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/abb1_digicalization_digicaler-wandel_full.jpg\" alt=\"Bain-Studie: Digicaler-Wandel\" width=\"450\" height=\"280\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Trend befeuere dieseTransformation unaufhaltsam: das &#8222;Internet der Dinge&#8220;, die M\u00f6glichkeit, alle Arten von Ger\u00e4ten miteinander zu vernetzen. Durch die Integration dieser Technologien k\u00f6nnen Hersteller ihr analoges Angebot verbessern und den Kundennutzen steigern. Angesichts der Vorteile f\u00fcr den Kunden und seine Bed\u00fcrfnisse werden sich umgekehrt aber auch viele, bislang rein digitale Gesch\u00e4ftsmodelle f\u00fcr die analoge Welt \u00f6ffnen. Erste E-Commerce-Anbieter gingen bereits diesen Weg und pr\u00e4sentieren ihr Sortiment in station\u00e4ren Einkaufsst\u00e4tten. Resignation ist daher laut Bain nicht angebracht: &#8222;Viele etablierte Industrieunternehmen und Dienstleister haben derzeit das Gef\u00fchl, im Zuge des rasanten technologischen Wandels ins Hintertreffen zu geraten&#8220;, so Sinn in der Pressemitteilung. &#8222;Sie \u00fcbersehen dabei die St\u00e4rken und das Potenzial ihres Kerngesch\u00e4fts. Dieses allerdings m\u00fcssen sie konsequent weiterentwickeln und gleichzeitig die neuen technischen M\u00f6glichkeiten integrieren.&#8220;<\/p>\n<p>Die <a title=\"Download Bain-Studie Leading a Digical Transformation (PDF, Englisch)\" href=\"http:\/\/www.bain.de\/Images\/BAIN_BRIEF_Leading_a_Digical_transformation.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Bain-Studie (Englisch, Download PDF)<\/a> erl\u00e4utert, wie es Unternehmen gelingen kann, eigene Digical-Gesch\u00e4ftsstrategien zu entwickeln. Am Beginn steht die Analyse der eigenen Branche und der Beantwortung der Frage, wie schnell und wie stark es hier zu Ver\u00e4nderungen entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette kommen wird. Selbst in bereits weitgehend digitalisierten Branchen wie der Musikindustrie sind wichtige Teile dieser Kette, beispielsweise das Konzert- und Lizenzgesch\u00e4ft, weitgehend unver\u00e4ndert geblieben, so die Studie von Bain &amp; Company. Der Umbruch habe hier vor allem den Verkauf von Musiktiteln an Endkunden betroffen. Wer dann die besonders gef\u00e4hrdeten Teile seiner Wertsch\u00f6pfungskette identifiziert habe, der k\u00f6nne eine passende Strategie erarbeiten. F\u00fcr die meisten Unternehmen gibt es dabei noch viel zu tun. So hat die Bain-Analyse der rund 300 Unternehmen ergeben, dass sich diese zwar durchg\u00e4ngig der bevorstehenden Umw\u00e4lzungen bewusst sind, fast 80 Prozent aber bei der Anpassung ihres Gesch\u00e4ftsmodells noch am Anfang stehen. Typischerweise durchlaufen Unternehmen danach drei Phasen \u2013 vom Anf\u00e4nger bis hin zum Experten \u2013 und schaffen es dann Schritt f\u00fcr Schritt, vom Getriebenen zum Treiber der &#8222;Digicalisierung&#8220; zu werden<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.selbstverstaendlich.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/abb2_digicalization_naechste-schritte_full.jpg\" alt=\"N\u00e4chste-Schritte Digicaler Wandel Bain-Studie\" width=\"450\" height=\"279\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine besondere Herausforderung auf diesem Weg ist die Festlegung der Ver\u00e4nderungsgeschwindigkeit. &#8222;Die Unternehmen wollen nat\u00fcrlich rasche Fortschritte erzielen&#8220;, erl\u00e4utert der deutsche Bain-Chef Walter Sinn. &#8222;Doch am Ende entscheidet der Kunde \u00fcber den richtigen Zeitpunkt f\u00fcr den Einsatz neuer Technologien.&#8220; Teilweise sei es sinnvoll, Innovationen vorsichtig am Markt einzuf\u00fchren. So praktiziere es etwa die Automobilindustrie: Innovationsf\u00fchrer wie Audi und Mercedes-Benz h\u00e4tten Technologien rund um das fahrerlose Auto bereits weit vorangetrieben, doch das Gros der Kunden vertraue noch mehr auf die eigenen Fahrk\u00fcnste. Die Integration digitaler Technologien in ein physisches Produkt wie ein Auto verdeutliche, was der Begriff &#8222;digical&#8220; im Kern bedeute, so Bain: die Verschmelzung zweier Welten. Noch stelle sich nur eine Minderheit der Unternehmen konsequent diesem Paradigmenwechsel. Bain-Deutschlandchef Sinn mahnt indes mit Studie und Pressemitteilung zur Eile.&#8220;Die Zukunft ist ohne Frage digical. Wenn Unternehmen das realisieren und ihr Gesch\u00e4ftsmodell weiterentwickeln, m\u00fcssen sie den Wettbewerb der Zukunft nicht scheuen. Jetzt aber gilt es zu handeln und eine umfassende Transformation anzugehen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn&#8217;s um Innovation und Gesch\u00e4ftsmodelle gehet, sind wir jetzt um ein Schlagwort weiter: &#8222;Die Zukunft der Wirtschaft ist nicht digital, sondern &#8218;digical&#8217;&#8220;, schreibt die Unternehmensberatung Bain &amp; Company als Fazit ihrer Studie \u201eLeading a Digical Transformation\u201c. 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