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That’s Publishing - Weblog von Bernd Pitz


6. Juli 2009

Stifterverband: Fachkräftemangel bedroht Innovationskraft Deutschlands

In Tuttlingen werden schon Ingenieurstudenten mit einem garantierten Arbeitsplatz an die Hochschule gelockt, in Nordbayern haben sich führenden Automobilzulieferer zum Projekt “Automotive Supplier Industry-in Bayern ganz oben” zusammengeschlossen, um bei Studenten und Absolventen “die Vorteile dieser wachstumsstarken und innovativen Branche” zu präsentieren. Trotz Wirtschaftskrise herrscht Fachkräftemangel vor allem bei technischen und naturwissenschaftlichen Berufen wie Ingenieure und Informatiker – und der wird noch schlimmer, sorgt sich der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft : “Die Fachkräftelücke in bedroht Wirtschaftsaufschwung”

Neue Strategien für mehr MINT-Absolventen (in den Fächern Mathematik, Informatik, Natur- und Technikwissenschaften) sind laut einer aktuellen Studie des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft dringend notwendig, um die kommende Nachwuchslücke bei den Fachkräften in den Technik und Naturwissenschaften zu schließen. “In Deutschland gehen jedes Jahr deutlich mehr Ingenieure in Rente, als neu in den Beruf einsteigen, und die Schere wird mit jedem Jahr größer”, so der Befund der Studie .

Auffällig für die Autoren: Deutschland liege mit diesem Trend weiter am Schluss der Rangliste aller OECD-Länder. Das sei besonders deshalb dramatisch, weil die Bundesrepublik einen deutlich höheren Industrieanteil am Bruttoinlandsprodukt habe als fast alle anderen führenden Industrienationen, so Volker Meyer-Guckel, stellvertretender Generalsekretär des Stifterverbandes in einer Pressemitteilung : “Die Krise beeinflusst die großen strukturellen Trends kaum, umgekehrt gilt das aber leider nicht.” Deutschlands Vorsprung bei den zukunftsträchtigen Effizienztechnologien drohe zu schmelzen, weil es am Nachwuchs in diesen interdisziplinär geprägten Branchen fehle, so Meyer-Guckel weiter. Dabei seien es gerade diese Branchen, die darüber entscheiden werden, “wie gut oder schlecht wir aus der aktuellen Krise herauskommen”.

Da die Absolventen der MINT-Fächer stark zu Forschung und Innovation beitragen, wirke sich fehlender Nachwuchs dort besonders nachteilig auf die zukünftige Innovationskraft Deutschlands aus, so Meyer-Guckel. Aber nicht nur die bloßen Zahlen seien entscheidend. “Die Zukunftstechnologien erfordern ein ganz neues Querschnittsdenken über die klassischen Disziplinen hinaus. Wir brauchen eine neue Ingenieurgeneration, die in fachüberschreitendem Denken geschult und ausgebildet ist. Das ist eine große Herausforderung für Forschung und Lehre an den Hochschulen.”

Mit einem neuen Wettbewerb wollen der Stifterverband und die Heinz Nixdorf Stiftung daher die Hochschulen ermuntern, nachhaltige Strategien für mehr MINT-Absolventen zu entwickeln. Die Hochschulen sollen mehr Studienanfänger für die MINT-Fächer begeistern, den Studienerfolg erhöhen (und damit auch die hohen Abbruchquoten senken) und mehr ausländische Studierende gewinnen und halten. Bis zum 15. Oktober 2009 können sich Hochschulen um insgesamt 1,6 Mio. Euro Fördergelder bewerben.

8. Mai 2009

Hewitt-Studie: Personalmangel trotz Krise

“Trotz der Wirtschaftskrise besteht ein Bedarf an Top-Talenten”, so das Ergebnis einer jetzt veröffentlichten Hewitt-Studie: Zwölf Prozent der befragten Unternehmen im deutschsprachigen Raum melden bereits jetzt eine steigende Nachfrage. In drei bis fünf Jahren werde sogar ein drastischer Anstieg prognostiziert, dann rechneten 67 Prozent der Unternehmen mit einem steigenden Talentbedarf, so Hewitt. Gleichzeitig verschärfe sich die demografische Entwicklung. In Folge werde der Talentengpass im weltweiten Vergleich in Europa am grössten: Mehr als 80 Prozent der Unternehmen stünden dann vor Problemen, ihre offenen Stellen zu besetzen. Die grössten Schwierigkeiten gebe es bereits jetzt, so die Studie, “bei der Rekrutierung von Mitarbeitern in den Bereichen IT/Engineering und Verkauf: Jeweils rund 70 Prozent der Unternehmen können Positionen in diesen Berufsgruppen nur schwer besetzen”.

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18. April 2009

Internet-Wirtschaft: “Talentemangel statt Fachkräftemangel”

Die Internet-Wirtschaft bleibt ein Jobmotor: Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) bescheinigt dem Arbeitsmarkt der digitalen Branche ein gutes Klima. Nach der neuen BVDW Umfrage “Trend in Prozent” stufte die Hälfte Prozent der Befragten die Beschäftigungssituation in diesem Jahr gut bis sehr gut ein. Weder eine gute noch eine schlechte Einschätzung haben 27 Prozent abgegeben. “Nur 19 Prozent der Teilnehmer bewerten die Arbeitsmarktlage der digitalen Wirtschaft schlecht, weniger als ein Prozent sehr schlecht”, so die Pressemitteilung. Auch für 2010 rechnen 54 Prozent mit einer guten bis sehr guten Beschäftigungssituation.

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13. Oktober 2008

Welche Krise? Unternehmen suchen weiter Fachkräfte

Hoffnungsvolle Nachricht für Verlage und deren Stellenmärkte: Trotz weltweiter Turbulenzen durch die Finanzkrise, die Unternehmen in Deutschland suchen weiter Fachkräfte, so heute das arbeitgebernahe Institut der Deutschen Wirtschaft (IW). “Zwar geht dem Aufschwung die Luft aus und der Abschwung wird 2009 in die Stagnation führen, so dass der Arbeitsplatzaufbau sich zunächst verlangsamt und dann ausläuft. Dennoch ist insgesamt mit einer eher weichen Landung bei der Beschäftigungsentwicklung zu rechnen”, so IW-Direktor Prof. Dr. Michael Hüther heute in Berlin.

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15. Juli 2008

Wissensgesellschaft in Zahlen

“Deutschland verzeichnet den zweithöchsten Anteil der Wissenswirtschaft an der Wertschöpfung”, so eine jetzt veröffentlichte Studie des Arbeitsagentur-Forschungsinstituts IAB.  Im Jahr 2007 entfiel jede dritte Neueinstellung einer Fachkraft mit Berufsausbildung oder Studium auf die forschungsintensiven Industrien und wissensintensiven Dienstleistungen. Der Anteil der sogenannten Wissenswirtschaft an den Stellenbesetzungen im Fachkräftebereich ist damit in den letzten Jahren deutlich gewachsen: Im Jahr 2000 lag ihr Anteil an den neueingestellten Fachkräften erst bei einem Viertel, so das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

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