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That's Publishing - Weblog von Bernd Pitz


4. Oktober 2012

Bitkom: E-Books und E-Reader vor dem Durchbruch

Rechtzeitig vor der Frankfurter Buchmesse vermeldet der Hightech-Branchenverband Bitkom: “Der Markt für E-Reader und den entsprechenden Inhalten, allen voran E-Books, steht vor dem Durchbruch”, so BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder in einer Pressemitteilung. “Die Kombination aus preiswerten Geräten und attraktiven Inhalten wird für die Kunden immer interessanter.”

Die Verkaufszahlen von E-Readern in Deutschland explodierten, so der Verband auf Basis von Daten des Marktforschungsinstitutes GfK. Nach den Prognosen der Bitkom werden im Jahr 2012 rund 800.000 E-Reader verkauft. Das entspreche einem Anstieg von 247 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz mit den Geräten steige demnach um 163 Prozent auf 78 Millionen Euro. Laut den Bitkom-Prognosen werde der E-Reader-Markt im Jahr 2013 erneut kräftig zulegen. Danach steige der Absatz in Deutschland im kommenden Jahr voraussichtlich um 78 Prozent auf 1,4 Millionen Stück. Der Umsatz lege um 65 Prozent auf 128,5 Millionen Euro zu.

eReader-Prognosen-bitkom

9. September 2012

Fachbuch wird zum hybriden Medium

Mit einem “hybriden Fachbuch” antwortet die Düsseldorfer Symposion Publishing auf die Frage: Wie wird das Buch der Zukunft aussehen? “Symposion-Neuerscheinungen kommen ab sofort als hybride Fachbücher auf den Markt und machen vom gedruckten Werk aus eine erweiterte digitale Ausgabe zugänglich”, so die Pressemitteilung. Die Idee ist nicht ganz neu, viele Fachbücher werden heute um digitale Angebote im Netz, zugänglich per Code im gedruckten Buch ergänzt. Meistens eher lieblos, da eine Checkliste, dort ein paar Ergänzungen oder Korrekturen und das Marketing-Video. Und ein paar Monate nach Erscheinen kümmert sich kein Mensch mehr darum. Symposion geht das Thema jetzt konsequent an und bietet auf Basis des gedruckten Buches ohne weitere Kosten eine digitale Ausgabe für PC, Mac, iPad und andere Geräte. Zusätzlich sind eine Volltextsuche und ein integriertes Fachlexikon fester Bestandteil der digitalen Ausgabe, so der Verlag. Das Lexikon könne dann sowohl kontextuell – die im Buch verwendeten einschlägigen Fachbegriffe sind farbig markiert und mit Lexikoneinträgen hinterlegt – als auch systematisch genutzt werden.

Symposion Publishing macht aus dem Fachbuch ein hybrides Produkt, das genauso auf Tablets genutzt werden kann

 

 

 

 

 

 

 

 

Trotz der Erweiterungen koste das hybride Fachbuch nicht mehr als ein traditionelles Buch, so Symposion. Weil die Druckausgabe weiterhin die Grundform jeder Publikation bleibe, könne auch der Buchhandel von der zunehmenden Attraktivität digitaler Formate unkompliziert profitieren, schreibt Symposion. Ein großer Teil des Verlagsprogramms stehe bereits jetzt als hybrides Fachbuch zur Verfügung.

Doch das hybride Fachbuch ist hoffentlich nur ein erster Schritt. Amazon-Gründer Jeff Bezos zeigt den Verlagen vergangene Woche mit der Vorstellung der “Kindle Serials”, wo der Weg hingehen kann:

“This is a new way to follow and support your favorite authors. You subscribe (pay once) and then receive all future installments or “episodes” of a book or book series. This enables readers to be able to give feedback to authors while they’re writing”,

schreibt dazu der inoffizielle Amazon- und Kindle-Blog Amazopia. Derzeit bieten acht Autoren/Verlage bereits “Kindle Serials” an. Das wäre dann die nächste Stufe der Fachbuch-Entwicklung: Regelmäßige Updates für die Online-Version, mitgetragen von Autoren und der Fachcommunity.

5. September 2012

Fachpresse: Erste Guided Tour auf der dmexco

Guided Tour des BVDW mit der Fachpresse auf der dmexco

Das digitale Geschäft gewinnt für deutsche Fachmedienhäuser zunehmend an Relevanz. Dies wurde zuletzt auch beim Kongress der Deutschen Fachpresse 2012 in Essen mehr als deutlich. Die Deutsche Fachpresse begleitet ihre Mitgliedsverlage beim Ausbau dieses Geschäftsfeldes und ist erstmals  am 12. und 13. September mit einem eigenen Stand (Halle 8.1, A-058) auf der dmexco, der internationalen Leitmesse für die digitale Wirtschaft in den Bereichen Werbung, Media und Technologie, in Köln präsent. Exklusiv für ihre Mitgliedsverlage in Kooperation mit dem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) am 12. September eine Guided Tour zu ausgewählten Ausstellern über die dmexco an. Ich freue mich, dass ich diese Tour gemeinsam mit  Thomas Schauf vom BVDW leiten darf.

“Wir wollen auf der dmexco Fachmedienpräsenz zeigen, das Leistungsspektrum der Verlage vorstellen und Kontaktpunkt für Besucher aus unseren Mitgliedsunternehmen sein”, erläutert Bernd Adam, Geschäftsführer der Deutschen Fachpresse, die Zielsetzung des diesjährigen Engagements auf der dmexco auf der Website des Verbandes. Unter dem Motto „B2B-Communities“ informiert die Deutsche Fachpresse deshalb auf einem Gemeinschaftsstand in Halle 8.1, A-058 mit media-TREFF und Vogel Business Media während der beiden Messetage über das Angebot von Fachmedienhäusern für werbungtreibende Unternehmen, Agenturen und Vermarkter.

Zugleich unterstützt die Deutsche Fachpresse ihre Mitgliedsverlage dabei, Kontakte zur digitalen Wirtschaft zu knüpfen und zu intensivieren, heißt es auf der Verbands-Website. Dazu bietet sie in Kooperation mit dem BVDW am 12. September von 13:30 bis 14:30 Uhr eine kostenlose Guided Tour an. Die von  Thomas Schauf (BVDW) und mir geleitete Tour „Online-Werbung und E-Mail-Marketing“ führt zu den Ausstellern Business Ad und rabbit eMarketing und endet mit einer Abschlussrunde am Stand der Deutschen Fachpresse.

Die dmexco meldete bereits Mitte August neue Rekorde: mit über 550 Aussteller aus aller Welt und einer neuen Expo-Rekordmarke ist die dmexco 2012 komplett ausverkauft, so der Veranstalter Köln Messe. “Auf über 50.000 Quadratmetern der zwei dmexco-Hallen nutzt die gesamte globale Marketing-, Media- und Technologiebranche die Chance, ihre Produkte und Innovationen für über 20.000 erwartete Fachbesucher erlebbar zu machen”, so die Pressemitteilung.

Ansprechpartnerin für die Anmeldung zur Guided Tour ist Martina Seiring, Telefon 069 / 1306-397, E-Mail seiring(at)deutsche-fachpresse.de. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Plätze werden nach Eingang der Anmeldungen vergeben.

Nachtrag 10.9.12: Die Guided Tour ist ausgebucht.

29. August 2011

Studie: “War-for-Talents” ist eine der “zentralen zukünftigen Herausforderungen für die Verlage”

Wie attraktiv sind die fünf größten Verlagsregionen in Deutschland – Berlin, Hamburg, Stuttgart, München und Frankfurt? Was sind die größten Herausforderungen für Verlagsstandorte? Dies untersuchte das “Institut für Kreativwirtschaft” an der Hochschule der Medien (HdM), Stuttgart. Wichtigstes Ergebnis: die Ansiedlung traditioneller Verlage, der Sitz großer Medienkonzerne und ein dichtes Netz an Content-Lieferanten sind die wichtigsten Faktoren für das Standortimage im Verlagssektor.

Fachkräftemangel ist auch bei Verlagen längst ein wichtiges Thema, bestätigt auch die HdM-Umfrage unter überwiegend Führungskräften aus der Buchbranche: Der “War-for-Talents” hat in der Verlagsbranche längst begonnen und er stelle “eine der zentralen zukünftigen Herausforderungen für die Verlage dar”, schreiben die Wissenschaftler Prof. Dr. Martin Engstler, Prof. Holger Nohr und Johannes Lämmerhirt: “Dies betrifft den Zugang zu qualifizierten Absolventen und die Fortbildungsangebote als wichtigem Aspekt zur Mitarbeiterbindung. Sowohl die Anforderungen der Unternehmen an die Mitarbeiter als auch der Mitarbeiter an die Unternehmen steigen.”

Aus Sicht der Unternehmen ist der ideale Standort zukünftig nicht mehr nur durch eine Ansiedlung mehrerer Verlagshäuser bzw. -konzerne geprägt, so die Autoren. Die Vernetzung mit Zukunftsbranchen sowie das Potenzial an Innovationspartnerschaften mit Unternehmen und Hochschulen gewinnten an Bedeutung.

Der Aspekt der Ansiedlung von Zukunftsbranchen und -unternehmen wurde gut einem Drittel der Teilnehmer genannt, so die Autoren in Ihrer Ergebnis-Präsentation auf der Website, und verdeutlicht dessen zunehmende Bedeutung (deutlich höhere Bewertung in Hamburg und München). Rund jeder dritte Befragte bewertete die regionalen Netzwerke mit strategischen Kooperationspartnern als gut. Innovationsnetzwerke im Verlagsbereich hingegen sind in den meisten Verlagsregionen nur rudimentär vorhanden, ebenso würden die Potenziale der Partnerschaften mit Hochschulen noch unzureichend ausgeschöpft. Als wichtiges Handlungsfeld der Zukunft wird in der Versorgung mit Fachkräften gesehen. Bereits heute gaben lediglich 42 Prozent an, ihren Fachkräftebedarf in der Region decken zu können und nur jeder Dritte war mit dem Spektrum der vorhandenen Aus- und Weiterbildungsangebote zufrieden.

Die großen Verlagsregionen bieten eine große Vielfalt angebotener Stellen mit hoher Qualität (46 Prozent insgesamt, 78 Prozent in der Region München) sowie einen wachsenden Stellenmarkt in den Zukunftsbereichen (46 Prozent). Die gut qualifizierten Mitarbeiter erwarten jedoch spezifische Fortbildungsangebote, mit denen erst 36 Prozent der Studienteilnehmer heute zufrieden sind. Allgemeine Standortfaktoren wie gute Verkehrsanbindungen, leistungsfähiger Personennahverkehr sowie vielfältige Kultur- und Freizeitangebote prägten die Lebensqualität der großen Verlagsregionen am deutlichsten und sind in allen untersuchten Ballungsgebieten heute bereits gut abgedeckt, so die Ergebnisse der Umfrage.

Die Studie ergab, so die Autoren weiter, dass sich 91 Prozent der Befragten an ihrem Standort wohl fühlen. Hieraus lasse sich ableiten, dass die Standorte schon weitgehend dem gewünschten oder dem erwarteten Profil entsprechen.

digitaleVerlagsprodukte

 

Die Teilnehmer (überwiegend Führungskräfte aus Buchverlagen) wurden im statistischen Teil auch nach ihrem aktuellen Engagement im Bereich digitaler Verlagsprodukte befragt. Ein Viertel der Verlage hat bereits einen etablierten Digitalbereich, etwa die Hälfte baut diesen Bereich derzeit erst auf

Zur Umfrage:
Die Befragung wurde über einen Zeitraum von einem Monat (Juni-Juli 2011) auf Basis eines Fragebogens durchgeführt, der sowohl online als auch in Papierform ausfüllbar war. Insgesamt konnten 137 gültige Antwortbögen ausgewertet werden, was einer Beteiligungsquote von 36 Prozent entspricht.
Die Teilnehmerstruktur umfasst Verlage der fünf größten Verlagsregionen in Deutschland (Berlin, Hamburg, Stuttgart, München, Frankfurt). Über zwei Drittel der befragten Verlage sind Buchverlage, rund die Hälfte der befragten Unternehmen beschäftigte zum Jahresende 2010 unter zehn Mitarbeiter. Die teilnehmenden Personen sind zu 75 Prozent in leitender Funktion tätig.

Mehr zur Umfrage gibt es auf der Website des Studienganges Wirtschaftsinformatik für Medien.

19. Januar 2011

Stellenmarkt: Firmen setzten auf Stellenbörsen und immer öfter auf Social Networks

Die Unternehmen suchen neue Mitarbeiter verstärkt in sozialen Online-Netzwerken wie Facebook, StudiVZ oder Xing. Das habe eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom unter 1500 Firmen aller Branchen ergeben, so der Verband in einer Pressemitteilung.

Danach veröffentlichten im Jahr 2010 bereits 29 Prozent aller Unternehmen offene Stellen in Online-Communitys. Im Jahr zuvor waren es erst 12 Prozent. “Das Web 2.0 ist der Stellenmarkt der Zukunft”, so Bitkom-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer in der Pressemitteilung. “Die Unternehmen müssen dort präsent sein, wo sich die Menschen beruflich und privat vernetzen, Informationen sammeln oder einen Teil ihrer Freizeit verbringen.” Das wichtigste Medium für die Veröffentlichung von Jobangeboten seien allgemeine Online-Jobbörsen wie Stepstone oder Monster: Hier schalteten 71 Prozent der Unternehmen Stellenanzeigen. Es folgten danach die eigene Website, die von zwei Drittel aller Firmen genutzt werde. Über die Hälfte der befragten Unternehmen schalteten demnach Stellenanzeigen in Printausgaben von Zeitungen. 23 Prozent der Firmen nutzten außerdem branchenspezifische Online-Jobbörsen und 20 Prozent Print-Fachmagazine.

Die Bitkom-Umfrage zeige, so der Branchenverband, dass sich soziale Netzwerke bei der Personalsuche neben den Internet-Jobbörsen und der eigenen Homepage als drittes Online-Medium etabliert hätten. Insbesondere große Unternehmen nutzen das
Web 2.0 für die Rekrutierung neuer Mitarbeiter. 58 Prozent der Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern veröffentlichen Stellenanzeigen in sozialen Netzwerken, während es bei kleinen und mittelständischen Firmen erst 29 Prozent sind. Unterschiede gibt es auch zwischen den Branchen: Bereits 41 Prozent der befragten ITK-Unternehmen nutzen das Web 2.0 bei der Personalsuche, aber erst 16 Prozent der Baufirmen.

Bitkom: Mitarbeitersuche im Internet

 

Die Personalabteilungen seien in den sozialen Online-Netzwerken in der Regel mit eigenen Profilen zu Karrierethemen bereits präsent. Dort fänden Bewerber neben Stellenanzeigen auch Veranstaltungshinweise, Videos mit Informationen zum Arbeitgeber oder eine Pinnwand für Fragen oder Meinungsaustausch. Scheer: “Unternehmen sollten potenziellen Bewerbern einen einfachen, direkten Kontakt ermöglichen. Hier spielen die sozialen Online-Netzwerke ihre Stärken aus.”

Das Marktforschungsinstitut ARIS Umfrageforschung hat im Auftrag des Bitkom 1500 Geschäftsführer und Personalverantwortliche von Unternehmen befragt. Die Umfrage ist repräsentativ für die Gesamtwirtschaft, so der Verband. Mehrfachnennungen waren möglich.

5. Januar 2011

Die App-Economy wird zum Milliarden-Geschäft

2013 werden in Deutschland mit Apps bereits mehr als eine Milliarde Euro erwirtschaftet, prognostiziert die Managementberatung Mücke, Sturm & Company (MS&C). Bis 2015 sollen die Umsätze auf rund 2,4 Milliarden Euro anwachsen. MS&C präsentiert die Auswertungen der “In-App-Sales Studie” auf den M-Days am 27. – 28. Januar in Frankfurt am Main, so eine Pressemitteilung der Messe.

App-Economy: Erwartete Umsätze in Deutschland 2010 bis 2015

Laut Studie von MS&C entfallen bei einem E-Commerce Umsatz in Deutschland von 17,1 Milliarden Euro 2010, bereits heute 2,5 Prozent auf „mobile” Umsätze mit Smartphones. In den nächsten fünf Jahren werde mit einem deutlichen Wachstum von jährlich etwa 45 Prozent jährlich zu rechnen sein. Aufgrund des rasanten Wachstums des App-Angebotes in den zahlreichen App-Stores steigt für Entwickler und Unternehmen in Zukunft die Herausforderung, ihre Mobile Apps im Wettbewerb profitabel zu positionieren.

MS&C unterscheidet dabei vier Produktkategorien und empfiehlt angepasste Strategien für In-App-Sales: “In der Kategorie Digital Media kann der kostenpflichtige Verkauf von Apps als Umsatzquelle genutzt werden”, so die Empfehlungen der Autoren. Deutlich attraktiver sei jedoch der kostenlose Download der App, um die Nutzerzahlen und die potenzielle Kundenreichweite zu steigern. Innerhalb der Applikation könnten dann die Inhalte über Abo-Modelle oder den direkten Verkauf vertrieben werden. Virtuelle Güter, die in sozialen Netzwerken oder in virtuellen Real-Life Szenarien verkauft werden, hätten, so die Untersuchung, beispielsweise den größten Erfolg im Rahmen kostenfreier Apps. Der entscheidende Vorteil der mobilen Lösung könne bei physischen Gütern auch der ortsbezogene Kauf sein, getriggert durch spontane Entscheidungen. Unternehmen sollten nach Ansicht von MS&C die Apps generell zur Kundenzufriedenheit oder Neukundengewinnung einsetzen und weniger zur direkten Umsatzsteigerung.

“Wir halten weiter an unserer Empfehlung fest, Apple als zentrale Plattform für den Start bzw. die Ausweitung Mobiler Apps zu nutzen. Google wird seine zunehmend stärkere Position weiter ausbauen,” wird Achim Himmelreich, Partner von Mücke, Sturm & Company, in der Pressemitteilung zitiert.

24. Juni 2010

Gerd Leonhard über Mediennutzung der Zukunft und Geschäftsmodelle

Wie werden Medienunternehmen in Zukunft ihr Geld verdienen? Wird es Flatrates für unsere Mediennutzung geben? Auf welchen digitalen Geräten werden wir wie welche Inhalte konsumieren? Welches Ökosystem ist für Verlage das Bessere: Das proprietäre von Apple, das offene von Google oder keines von beiden? Und die entscheidende Frage: Wer wird in Zukunft den direkten Kontakt zum Kunden/Leser halten? Der Media Futurist Gerd Leonhard stellt im Gespräch, das im Rahmen der Internet World 2010 in München mit mir stattfand,einige seiner Visionen zur Zukunft der Medien vor und geht auf mögliche Szenarien ein. Auch erklärt er warum Twitter sein bevorzugtes soziales Netzwerk ist: “…weil Twitter diese wahnsinnig intensive Diskussion und Konversation mit ähnlichen Leuten ermöglicht… Die Diskussion und der Wert, der mit ungefähr 100 Leuten dort stattfindet, der ersetzt für mich die nächsten 200 Bücher.”

Das Interview führte ich im Auftrag des  Media-TREFF der Vogel Business Media.

16. Mai 2010

Ibrahim Evsan über das Apple iPad

“Mensch und Maschine sind vereint” – Viele Medienunternehmen setzen große Hoffnungen in das iPad von Apple. Ob diese Hoffnungen berechtigt sind, was Apples erster Tablet-Computer leisten kann und was von Apps auf solchen Geräten zu halten ist, dazu Ibrahim Evsan im Gespräch mit mir, das ich auf der Internet World 2010 in München im Auftrag des  Media-TREFF der Vogel Business Media führte. Auch erklärt er, welchen Einfluss Geräte wie das iPad auf die digitale Medien und die gesellschaftliche Entwicklung haben und wie sich Unternehmen darauf einstellen müssen. Das bevorzugte Social Network von Ibrahim Evsan ist “tatsächlich Twitter als Kanal für alle anderen Social Network.”

14. April 2010

Verlage: Qualität wird zum Rettungsring

Landlust, Brand Eins, das sind für Dieter Reichert, Geschäftsführer von Censhare, die Zeitschriftenmarken, die sich auch im Internet auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und nicht zum billigen Bannerplatz für Markenartikler geworden sind. Reichert’s These: Verlage müssen sich auf Ihre Aufgabe konzentrieren, ihre eigenen Produkte zu verkaufen und hohe Qualität zu produzieren. Die könne man dann “malen, in Stein meißeln oder auf dem iPad” präsentieren. Die Welt habe sich verändert, Verlage hätten sich aber noch nicht verändert, denn sie versuchten weiter auf die sich immer schneller verbreitenden Nachrichten zu setzen. Das sei aber heute kein Geschäft mehr für Verlage. Im Netz, so Reichert, hätten sie damit “keine Chance und keine Berechtigung mehr”.

Das Interview habe ich im Auftrag des Media-TREFF der Vogel Business Media auf dem Digital Innovators Summit des VDZ in Berlin geführt.

Link: Dieter Reichert zur digitalen Medienentwicklung

2. April 2010

Fachverlage: Chancen für vertikale Netzwerke

Kristina Prokop, Adify – Vertical Network Solutions, im Gespräch mit mir über vertikale Netzwerke und deren Entwicklung in der deutschen Medienlandschaft. Prokop sieht die Medienunternehmen als Gatekeeper zu spezifischem Content. Gerade für Fachverlage könnten sich in diesem Bereich neue Geschäftsmodelle finden. “Der wichtigste Trend im Online-Advertising 2010 ist Enhanced Targeting”, so Prokop, da die Zeit  reif sei für diese Art des Marketings.

Das Interview führte ich im Auftrag des Media-TREFF der Vogel Business Media auf dem Digital Innovators Summit des VDZ in Berlin geführt.