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That’s Publishing - Weblog von Bernd Pitz


5. Mai 2010

Immer an den Leser denken: Gute Texte verkaufen mehr

“Content is king”, heißt es. Content wird aber immer häufiger nur deshalb produziert, dass die Site “in Google gut gefunden wird”. So manchem Text im Internet merkt man deutlich an: Da denkt man an Suchmaschinenoptimierung, aber kaum an Leserin oder Leser. Im Interview, das ich für den Media-Treff der Vogel Business Medien geführt habe, beschreibt Saim Rolf Alkan, wie man für Leser und die Suchmaschine texten kann.

Wie wichtig gute Texte sind, zeigt auch eine Studie von Alkans Firma Aexea: Für einen Shop wurde im A/B-Test ermittelt, ob gute Texte wirklich mehr verkaufen. Ergebnis: Ja, das tun sie. “Auf den Leser zugeschnittene Online-Texte steigern den Umsatz in Online-Shops um 16%”, so die Untersuchung. Mehr zur Untersuchung auch auf dem Blog Text-Gold.

4. April 2010

Web 2.0: Die größten Fehler der Unternehmen im Mitmachnetz

Monolog statt Dialog, sie wollen nur dabei sein, aber keiner ist richtig zuständig, sie wollen überall mitmachen, zeigen aber keinerlei Transparenz und Fehlertoleranz:  Web 2.0 und Social Media werden in der Unternehmenskommunikation immer wichtiger, aber die Firmen tun sich schwer damit. Die Kommunikationsberatung  PR-COM hat jetzt die zwölf häufigsten Fehler beim Einsatz von Social Media für die Unternehmenskommunikation analysiert und veröffentlicht.

Zwar nutzten viel Unternehmen nutzen heute die Möglichkeiten des Web 2.0 für ihre Kommunikation, und viele weitere denken darüber nach, hier ebenfalls aktiv zu werden, so die Analyse von PR COM, nach eigenen Angaben “eine der führenden deutschen Agenturen für strategische Unternehmenskommunikation und PR in der IT- und Telekommunikationsbranche”.  Aber: “Die Welt des Web 2.0 unterscheidet sich jedoch deutlich von der der herkömmlichen Unternehmenskommunikation.” Gerade beim Einstieg in Social Media kämen daher immer wieder typische Fehler vor. Hier die Liste der zwölf häufigsten Fehler der Unternehmen im Web 2.0:

  1. Me too: Manche Unternehmen wollen bei Social Media einfach nur “dabei sein”. Erfolgreiche Kommunikation lässt sich so aber auch im Web 2.0 nicht aufbauen – erforderlich sind auch hier klare Konzeptionen und Ziele: Warum will man sich in Social Media engagieren? Was will man erreichen? Ist das den dafür nötigen Aufwand wert? Wer einfach nur auch dabei sein will, lässt besser die Finger davon.
  2. Keine klar definierten Zuständigkeiten: Bei der Unternehmenskommunikation darf nicht jeder, der gerade nichts besseres zu tun hat, mitmischen – auch nicht im Web 2.0. Unternehmen müssen Mitarbeiter definieren, die sich verantwortlich um die verschiedenen Plattformen kümmern. Im Sinne einheitlicher Messages muss klar geregelt sein, wer was sagen darf und soll.
  3. Abwarten: Viele Unternehmen zögern den Einstieg in Social Media hinaus und wollen zunächst beobachten, wie sich Social Media entwickelt. Dabei besteht das Web 2.0 schon seit vielen Jahren. Auch hier kann man seine Erfahrungen nur selbst sammeln. Wer später einsteigt, fängt nur später mit dem Lernen an.
  4. Social Media als verlängerter Arm der Werbeabteilung: Social Media ist ein zusätzliches Kommunikationsinstrument und nicht Werbung mit neuen Mitteln. Wenn die Adressaten den Eindruck gewinnen, dass man ihre Communities dazu missbraucht, am Werbeetat zu sparen, werden sie sich mit einem Mausklick verabschieden. Sie werden vielleicht nie zurückkommen.
  5. Überadministration: Social Media lebt von Spontaneität und Kreativität. Mitarbeiter, die mit den Social-Media-Aktivitäten eines Unternehmens betraut sind, müssen genügend Freiraum haben. Langwierige, aber auch unzureichend definierte Freigabeprozesse und komplexe Workflows sind Gift.
  6. Unterschätzung des Aufwands: Social Media ist nicht trivial und erledigt sich nicht von selbst. Social-Media-Auftritte müssen daher geplant und die für sie benötigten Ressourcen bereitgestellt werden. Die Sparflamme wärmt auch im Web 2.0 nur die eigenen Hände.
  7. Unterschätzung juristischer Probleme: Nicht alle Beteiligten sehen die Dinge im Web 2.0 so locker, wie diejenigen, die hier mit viel Enthusiasmus ihre Projekte starten: Da werden zum Beispiel schnell Videos oder Fotos verwendet, an denen man gar keine Rechte hat, und schon drohen Abmahnungen oder Schadensersatzforderungen. Unternehmen sollten sich daher vor Projektstart mit ihren Anwälten oder Rechtsabteilungen abstimmen.
  8. Mit Kanonen auf Spatzen schießen: Grundverkehrt wäre es, mit juristischen Mitteln auf Mitspieler im Web 2.0 loszugehen, beispielsweise um Blogger zur Rücknahme von Behauptungen oder zu Gegendarstellungen zu zwingen – damit haben Unternehmen ihre Online-Reputation innerhalb von Minuten ruiniert. Die Web-2.0-Gemeinde stürzt sich auf solche Fälle, um ihre Macht zu demonstrieren; da kann man nur verlieren. Dabei bietet gerade das Web 2.0 genügend Wege, um die eigene Sichtweise darzulegen.
  9. Monolog statt Dialog: Social Media ist immer Dialog. Nur wer seinen Adressaten zuhört, kann erwarten, dass sie auch ihm zuhören. Der Monolog ist der schnellste Einstieg ins Selbstgespräch.
  10. Keine Transparenz: Unternehmen müssen bei Social Media absolut transparent agieren. Verdeckte Operationen, getürkte Kommentare, geschönte Forumsbeiträge oder maskierte Accounts werden in der Regel schnell entlarvt und können das Image eines Unternehmens nachhaltig beschädigen – auch außerhalb des Web 2.0. Solche Schäden sind meist nicht wieder gut zu machen.
  11. Zu hohe Erwartungen: Viele Unternehmen erwarten von ihren Aktivitäten in Social Media zuviel in zu kurzer Zeit. Der Aufbau einer Community ist ein langwieriger Prozess, der Jahre dauern kann und der einen kontinuierlichen Einsatz verlangt. Mit Schnellschüssen ist hier nichts zu gewinnen.
  12. Angst vor Fehlern: Auch im Web 2.0 macht niemand gerne Fehler. Aber die Angst vor Fehlern lähmt Spontaneität und Kreativität und verfehlt damit den Kern von Social Media. Wenn man offen damit umgeht, verzeiht das Web 2.0 Fehler. Entsprechend sollte man auch mit wirklichen oder vermeintlichen Fehlern anderer verfahren: Wer sich mit Bloggern per Anwalt auseinandersetzt, hat schon verloren.

Das Fazit von PR-COM-Geschäftsführer Alain Blaes. “Wir haben den Eindruck gewonnen, dass viele Unternehmen hier noch immer nur halbherzig, unentschlossen und mit begrenztem Engagement vorgehen. Aber die Medien-Landschaft steckt schon mitten im Umbruch und für die Unternehmen wird mittelfristig kein Weg an Social Media vorbeiführen.”

31. Dezember 2009

CHART OF THE DAY: The End Of Newspapers

Newspapers had a nice run from the 1970s to the 1990s. Unfortunately, as this chart from the Bureau of Labor Statistics makes clear — by way of Marketwatch — it’s over.

http://www.businessinsider.com/chart-of-the-day-workers-employed-in-newspaper-publishing-2009-12

Quelle: http://www.businessinsider.com/chart-of-the-day-workers-employed-in-newspaper-publishing-2009-12

Posted via email from bernd_pitz’s posterous

29. Dezember 2009

Bitkom: Immer mehr spenden online

Auch beim Spenden für einen guten Zweck wird immer häufiger das Internet eingesetzt, so eine aktuelle Umfrage des Hightech-Branchenverbandes Bitkom. 13 Prozent aller Spenden erfolgen mit “elektronischen Kommunikationsmitteln” – 7 Prozent über das Internet und 6 Prozent per Telefon. Das hat der aktuelle Webmonitor des Hightech-Verbands Bitkom und des Meinungsforschungsinstituts Forsa ergeben, bei dem 1.000 repräsentativ ausgewählte Personen befragt wurden. Besonders verbreitet sind Online- und Telefon-Spenden bei den Jüngeren. Insgesamt 27 Prozent der 20- bis 24-Jährigen nutzen elektronische Kommunikationsmittel: 10 Prozent das Internet und 17 Prozent das Telefon. Bei den über 60-Jährigen sind es nur je 3 Prozent. “Das Spenden per Internet und Telefon erfreut sich steigender Beliebtheit”, sagte laut Pressemitteilung der Bitkom-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. So böten inzwischen alle größeren Hilfsorganisationen die Möglichkeit, bequem per Internet Geld zu spenden. Auf den Webseiten seien elektronische Spendenformulare hinterlegt, die unterschiedliche Zahlungsweisen ermöglichen.

Laut der Umfrage haben 63 Prozent aller Bundesbürger in diesem oder dem vergangenen Jahr für einen guten Zweck Geld gespendet. In der Altersgruppe 60-Plus liegt der Anteil der Spender bei 72 Prozent, bei den 18- bis 29-Jährigen sind es 43 Prozent.

Am weitesten verbreitet sind nach den Ergebnissen der Bitkom-Befragung Online-Spenden per Lastschrift (Bankeinzug). Zudem werden Zahlungen per Kreditkarte oder Mikropayment-Systeme angeboten. Demnach ist die Überweisung in der Bankfiliale der gängigste Weg für Spenden. 63 Prozent der Befragten nutzten diese Bezahlmethode. 34 Prozent spendeten in bar, 13 Prozent elektronisch. Bei der Befragung waren Mehrfachnennungen möglich. “Dass die klassischen Zahlungsweisen beim Spenden vorherrschen, liegt vor allem an der Altersstruktur der Spender”, sagte Scheer.

22. Oktober 2009

Studie zur “Informationsgesellschaft 2.0″: Noch punkten die klassischen Medien

Welche Rolle spielen welche Medien im “Informationszeitalter 2.0″? Dies hat TNS Emnid in ihrer gleichnamigen Studie untersucht. Ergebnis: “Die klassischen Medien haben (noch) die Nase vorn, wenn es um das Konsumieren von Informationsangeboten geht. Noch immer gilt: Zeitung und Fernsehen liegen beispielsweise als Informationsquelle für aktuelle Nachrichten auf den Spitzenpositionen.” Allerdings: “Bei den unter 30-Jährigen gelingt es den klassischen Medien nur noch bedingt, ihre Seriosität auf die Internetangebote zu übertragen.”

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25. September 2009

P&G testet: Ist Online ein besseres Lead-Medium als TV?

Procter & Gamble testet Online als Lead-Medium in der Markenkommunikation

Procter & Gamble, der weltweit größter Werbungtreibende, testet in Deutschland Online als Lead-Medium in der Markenkommunikation. “Mit der wegweisenden ‘Gattungsstudie Online’ wird erhoben, ob Online mittlerweile die Führungsrolle im Media-Mix großer Marken übernehmen kann, die breite Zielgruppen ansprechen”, so P&G und der Mediaagentur pilot in einer Pressemitteilung zur Branchemesse dmexco. Damit setze man ein eindeutiges Zeichen und kündige einen Paradigmenwechsel an, welcher der immer größeren Bedeutung digitaler Medien Rechnung trage und den Weg zu deutlichen Umschichtungen im Media Mix ebne. “In der digitalen Markenkommunikation liegt die Zukunft der Werbung – daher ist es unser Ziel, unsere Kompetenz in diesem Bereich kontinuierlich auszubauen,” so Lothar Höcker, Purchasing Group Manager, Media Sourcing Western Europe, Procter & Gamble. Die Ergebnisse werden Anfang 2010 erwartet.

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6. Juli 2009

Stifterverband: Fachkräftemangel bedroht Innovationskraft Deutschlands

In Tuttlingen werden schon Ingenieurstudenten mit einem garantierten Arbeitsplatz an die Hochschule gelockt, in Nordbayern haben sich führenden Automobilzulieferer zum Projekt “Automotive Supplier Industry-in Bayern ganz oben” zusammengeschlossen, um bei Studenten und Absolventen “die Vorteile dieser wachstumsstarken und innovativen Branche” zu präsentieren. Trotz Wirtschaftskrise herrscht Fachkräftemangel vor allem bei technischen und naturwissenschaftlichen Berufen wie Ingenieure und Informatiker – und der wird noch schlimmer, sorgt sich der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft : “Die Fachkräftelücke in bedroht Wirtschaftsaufschwung”

Neue Strategien für mehr MINT-Absolventen (in den Fächern Mathematik, Informatik, Natur- und Technikwissenschaften) sind laut einer aktuellen Studie des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft dringend notwendig, um die kommende Nachwuchslücke bei den Fachkräften in den Technik und Naturwissenschaften zu schließen. “In Deutschland gehen jedes Jahr deutlich mehr Ingenieure in Rente, als neu in den Beruf einsteigen, und die Schere wird mit jedem Jahr größer”, so der Befund der Studie .

Auffällig für die Autoren: Deutschland liege mit diesem Trend weiter am Schluss der Rangliste aller OECD-Länder. Das sei besonders deshalb dramatisch, weil die Bundesrepublik einen deutlich höheren Industrieanteil am Bruttoinlandsprodukt habe als fast alle anderen führenden Industrienationen, so Volker Meyer-Guckel, stellvertretender Generalsekretär des Stifterverbandes in einer Pressemitteilung : “Die Krise beeinflusst die großen strukturellen Trends kaum, umgekehrt gilt das aber leider nicht.” Deutschlands Vorsprung bei den zukunftsträchtigen Effizienztechnologien drohe zu schmelzen, weil es am Nachwuchs in diesen interdisziplinär geprägten Branchen fehle, so Meyer-Guckel weiter. Dabei seien es gerade diese Branchen, die darüber entscheiden werden, “wie gut oder schlecht wir aus der aktuellen Krise herauskommen”.

Da die Absolventen der MINT-Fächer stark zu Forschung und Innovation beitragen, wirke sich fehlender Nachwuchs dort besonders nachteilig auf die zukünftige Innovationskraft Deutschlands aus, so Meyer-Guckel. Aber nicht nur die bloßen Zahlen seien entscheidend. “Die Zukunftstechnologien erfordern ein ganz neues Querschnittsdenken über die klassischen Disziplinen hinaus. Wir brauchen eine neue Ingenieurgeneration, die in fachüberschreitendem Denken geschult und ausgebildet ist. Das ist eine große Herausforderung für Forschung und Lehre an den Hochschulen.”

Mit einem neuen Wettbewerb wollen der Stifterverband und die Heinz Nixdorf Stiftung daher die Hochschulen ermuntern, nachhaltige Strategien für mehr MINT-Absolventen zu entwickeln. Die Hochschulen sollen mehr Studienanfänger für die MINT-Fächer begeistern, den Studienerfolg erhöhen (und damit auch die hohen Abbruchquoten senken) und mehr ausländische Studierende gewinnen und halten. Bis zum 15. Oktober 2009 können sich Hochschulen um insgesamt 1,6 Mio. Euro Fördergelder bewerben.

24. Juni 2009

“Print unter Druck”: Konsolidieren, Spezialisieren oder einfach sterben

“Die Branche steht vor einer Zäsur. Nach Jahren, die trotz sinkender Auflagen Gewinne brachten, kommen nun viele Unternehmen in ernsthafte Bedrängnis.” Der Druck auf Zeitungs- und Zeitschriftenverlage, die hauptsächlich von ihren Print-Erzeugnissen leben, steigt, so die Analyse “Finanziellen Spielraum aktiv nutzen” der Wirtschaftsprüfer von Deloitte, die heute veröffentlicht wurde. Die Auflagen gingen seit zehn Jahren kontinuierlich zurück, der deutsche Werbemarkt sei rückläufig: “Eine Entwicklung, die einerseits in den veränderten Gewohnheiten der Medienkonsumenten, andererseits in der aktuellen Konjunkturschwäche begründet ist”, schreiben die Autoren. Die Berater empfehlen den Verlagen: Konsolidierung, Diversifikation, Spezialisierung, Internationalisierung oder gar den “Gerodneten Rückzug” und die “Desinvestition”.

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19. März 2009

Was B2B-Sites vertrauenswürdig macht

Was macht eine gewerbliche Website vertrauenswürdig? Vollständigkeit der Daten, Preisangaben, aber auch die persönliche Text- und Bildgestaltung sind die wichtigsten Faktoren, so eine repräsentative GfK-Studie im Auftrag der Business Suchmaschine Yellow1. Mehr dazu habe ich in einem Beitrag für den Media-TREFF des Würzburger Vogel-Verlages geschrieben.

29. Januar 2009

Studie: E-Mails von Kunden bleiben oft unbeantwortet

Auf jede vierte Kundenanfrage per E-Mail folgt keine “echte” Reaktion von Unternehmen, so das wichtigste Ergebnis der Studie “E-Mail-Kommunikation 2008 auf dem Prüfstand”, die das Kölner E-Commerce-Center Handel gemeinsam mit dem Software-Anbieter ITyX durchführte. Es wurde die E-Mail-Kommunikation von 72 namhaften Unternehmen getestet, die das Internet als Vertriebskanal nutzen und aus fünf Handelsbranchen und einer Branche des Dienstleistungsgewerbes stammen, so die Autoren. Über Details der Untersuchung habe ich auf Media-TREFF des Vogel-Verlages berichtet: “Studie: Kunden mailen, Unternehmen schweigen”