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That's Publishing - Weblog von Bernd Pitz


„Radical Advertising“ ist auch Mobile Tagging

“Radical Advertising” lautet der Titel einer Ausstellung, die seit heute im Düsseldorfer NRW-Forum zu sehen ist. Gezeigt werden soll, dass in den letzten Jahren ein “radikaler Paradigmenwechsel in der Werbung” stattgefunden hat. Werber und Marketingmanager begannen damit die Kritik an ihrer Arbeit (“No Logo!”) in die Kampagnen mit einzubeziehen. Und: “Auf den Mediaoverkill durch die totale Fragmentierung des Fernsehens, durch Web, Mobilfunk und Instant Messaging antwortet die Werbung mit einer zweiten ebenso radikalen Volte im 21. Jahrundert: sie entfernt sich von der Massenkommunikation und spricht den einzelnen dort an, wo sie ihn erreicht”, so die Ausstellungsmacher.
Katalog “Radical Advertising” Ausstellung NRW-Forum Düsseldorf “Die Beziehung zum Konsumenten wandelt sich vom Passiven zum Aktiven. Buzz-Marketing, Guerilla- und Ambient-Werbung, Web2.0 erfinden den teilnehmenden Consumer. Die Ausstellung baut dazu spektakuläre Ambient Werbeauftritte dreidimensional nach und führt in die Werbewelt des Web2.0. und auf Youtube”, heißt es auf der sehenswerten Website zur Ausstellung.

Bluespot-Anlage von Wall und NokiaDazu haben der Berliner Außenwerber Wall und Nokia (beide Sponsoren der Ausstellung) in Düsseldorf und Berlin aktive City-Light-Poster aufgebaut. Via Bluetooth treten die Plakate mit Passanten “in Kontakt”, wenn diese Bluetooth am Handy aktiviert haben (N.B.: wie geht das eigentlich bei meinem Handy?). Beim Text der virtuellen Ausstellungs-Station (“Bluespot”) hat dann wohl doch das Wunschdenken der Sponsoren Oberhand behalten:
“Bluespot Anlagen der Firma WALL, die Internet, aktuelle digitale Stadtinformationen, interaktives Entertainment sowie eine Werbefläche im City Light Poster-Format kombinieren. Einige Inhalte kann sich der Nutzer als Datei, Bild oder SMS direkt auf sein Handy laden und so mitnehmen. Kostenpflichtige Inhalte wie Stadtplanausschnitte oder Handyspiele können bequem über das Handy bezahlt werden.”

Auch beim Thema Mobile Tagging ist man – den Sponsoren wird’s nur Recht sein – nicht weniger unkritisch: “Um die Verbraucher aus ihrer passiven Konsumsituation aufzuwecken, versuchen die Unternehmen verstärkt ein aktiver Teil im Leben des Einzelnen zu werden. Neue technische Entwicklungen machen dies möglich:
Plakate sprechen Passanten per Bluetooth an, QR-Codes laden zur Partizipation ein … In Deutschland steckt die Verbreitung und die Akzeptanz dieser neuen Werbeformen noch in den Kinderschuhen. Bei Interactive Media kann der Konsument selber entscheiden ob er das Kommunikationsangebote eines Unternehmens annehmen will, und in welcher Art er darauf reagieren möchte.”

Interessant finde ich aber die Aussage von Nokia Marketing Director Thomas Knops in der Pressemitteilung zur Ausstellungs-Eröffnung:

“Das Marketing geht neue Wege – Wege, die auch und vor allem über mobile Endgeräte führen werden, die Kunden jederzeit und überall nutzen. Bei Nokia findet das Marketing auf zwei Ebenen statt – einerseits zeigt unser Marketing was unsere Produkte bieten, andererseits werden mobile Endgeräte selbst zu Marketinginstrumenten, denn das Marketing wird mobil. Der Verbraucher wird zunehmend aus einer eher passiven in eine aktive Konsumsituation geführt – etwa mit dem so genannten QR-Coding.”

Beim Quick Response (QR)-Coding wird ein auf Flyern, Stickern oder Postern platzierter Barcode per Handykamera und einer entsprechenden Software ausgelesen. Diesem Code (kennt man von der Online-Fahrkarte der Bahn oder dem E-Ticket der Fluggesellschaften) kann beispielsweise eine digitale Visitenkarte, ein kurzen Text oder ein Link zu einer Website hinterlegt werden

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Info:
„Radical Advertising“ ist auch Mobile Tagging ist Beitrag Nr. 26
Author:
Bernd Pitz am 5. April 2008 um 20:55
Category:
Innovation,Mobile
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1 Kommentar »

  1. QR-Code: Lidl gibt Rätsel auf » That’s Publishing

    […] dem QR-Code (kurz für Quick-Response-Code) handelt es sich um einen Bildcode, in dem die Webadresse codiert ist. Um diesen einsehen zu […]

    #1 Pingback vom 17. Februar 2009 um 09:30

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